Mönchengladbach - Besinnungschance für die Hecking-Schüler

Besinnungschance für die Hecking-Schüler

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Erneut in der Startelf? Reece Oxford ist eine Option für die Gladbacher Abwehr. Foto: imago/Rudel

Mönchengladbach. Die Zeit der Besinnlichkeit steht an. Da passt es, dass auch die Profis von Borussia Mönchengladbach einen Auftrag in dieser Richtung erhielten. Nach dem 0:1 in Freiburg am vergangenen Dienstagabend muss die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking wieder zur Besinnung kommen, wenn die Leistungsdelle nach dem überraschenden Sieg gegen die Bayern vor drei Spieltagen nicht zu einem Groß-Schaden werden soll.

Mag man mit der ersten Halbzeit beim 1:1 gegen Schalke noch zufrieden sein können. Die zweiten 45 Minuten und die Vorstellungen beim 0:3 in Wolfsburg und vor drei Tagen im Breisgau sind nicht zu entschuldigen – auch nicht mit der Verletzungsmisere, die obendrein die Borussia nicht exklusiv hat. Zwei Niederlagen gegen zwei Mannschaften, deren Spieler den Sieg einfach mehr wollten, mehr investierten – in Freiburg waren die Gladbacher sogar in der Kategorie Fußball unterlegen.

Das kann auch Hecking nicht kaltlassen, der sich normalerweise immer hinter seine Profis stellt. Vor der Mentalitätsprobe am Freitag gegen den Hamburger SV aber sprach der erfahrene Coach Klartext mit den Spielern und zog den Schutzschild auch öffentlich zur Seite. „Jetzt ist eine klare Kante gefragt“, verkündet er vor dem Spiel gegen den Tabellen-16. Nun sei die Mannschaft gefordert, die Ergebnisse der Analyse auf dem Platz umzusetzen.

Die Hamburger verkörpern die Tugenden, die bei den Hecking-Schülern zuletzt zu kurz kamen. An und über die Grenzen zu gehen, ist für die Gladbacher offensichtlich nur in Ausnahmefällen möglich. Wie etwa gegen die Bayern, als selbst Edeltechniker wie Raffael zu defensiven Meilenfressern mutierten.

Gegen etwas mit 100 und mehr Prozent zu arbeiten ist natürlich einfacher als sich für etwas im Übermaß anzustrengen. Diesen Grell bei einer offensiv ausgerichteten Spielweise zu entwickeln, ist anspruchsvoll. Doch etwas Fußball und etwas Kampf wie beim Auftritt im Schwarzwald ist in der Bundesliga allenfalls das Ticket zur nächsten Niederlage. Diese Qualität und dieser Anspruch der höchsten deutschen Fußballklasse werden von Hecking und Sportdirektor Max Eberl dauermahnend veröffentlicht.

Als Alibi taugt dies auf Spielerseite aber nur, wenn man zumindest dagegenhält. Bei der Aktion Besinnung aufs Wesentliche fehlt ausgerechnet Zweikampfliebhaber Denis Zakaria (gelbgesperrt). Das dürfte zu einem Positionsrücken führen, da auch Sechser-Partner Christoph Kramer bei einem Sturz durchgerüttelt worden ist. Reece Oxford könnte erneut rechts in der Abwehr spielen, Nico Elvedi nach innen und Matthias Ginter nach vorn rücken. (bsc)

Voraussichtliche Aufstellung: Sommer - Oxford, Elvedi, Vestergaard, Wendt - Hazard, Ginter, Cuisance, Grifo - Stindl, Raffael

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