Zwei verschenkte Punkte für die Alemannia

Von: Helga Raue
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Philipp Gödde und Mergim Fejzullahu bekommen den Ball nicht über die Linie. Foto: Jerome Gras

Wiedenbrück. Ein wenig gingen die Wahrnehmungen nach dem Abpfiff im beschaulichen Ost-Westfalen auseinander. Während das Fazit des Trainers von Alemannia Aachen positiv ausfiel, ärgerte sich sein Rechtsverteidiger über das 0:0 nach der längsten Dienstfahrt in der Fußball-Regionalliga.

„Ich bin mit der Leistung der Mannschaft zufrieden, auch wenn ich gerne zwei Punkte mehr mitgenommen hätte“, zog Fuat Kilic nach dem torlosen Duell beim SC Wiedenbrück Bilanz. Das sah Dominik Ernst kritischer und sprach Klartext: „Für mich sind das zwei verschenkte Punkte.“

Die Saison ist noch jung, doch ein Problem zeichnet sich ab: Wie eine Woche zuvor gegen Aufsteiger Sprockhövel trafen die Schwarz-Gelben erneut trotz guter Chancen das Tor nicht. 3:1 Treffer sprechen nach fünf Spieltagen eine deutliche Sprache, die punktgleichen Gastgeber kommen auf 8:4. Kilic hatte sein Team auf drei Positionen umgebaut: Tobias Haitz ersetzte den verletzten Yannick Löhden, statt Philipp Gödde und David Pütz liefen Kapitän Timo Staffeldt und Nils Winter auf.

Die ersten 20 Minuten gehörten den Gastgebern, die die Alemannen zurückdrängten und selbst in der Rückwärtsbewegung dicht gestaffelt standen. So wurde Schwarz-Gelb in der Phase selten im SC-Strafraum gesichtet. Stipe Batarilo-Cerdic (2.) prüfte gleich einmal Aachens sicheren Keeper Pascal Nagel. Aachen stand weit hinten, verteilte Einladungen, echte Chancen erarbeitete sich Wiedenbrück aber nicht, auch weil Aachens Defensive nicht mehr als ein paar Distanzschüsse zuließ. „Ich denke, wir haben eine der besten Abwehren der Liga“, durfte Ernst zu Recht sagen. Dass sein Team in der Anfangsphase nicht überzeugte, sah Kilic nicht so kritisch: „Wir spielten auswärts und wussten, dass der Gegner Druck aufbauen würde.“

Die beste Chance hatte der Gast: Florian Rüter tankte sich rechts durch, sah Tobias Mohr (26.), der freistehend und unbedrängt aus 18 Metern knapp links am Gehäuse vorbeischoss. „Der muss natürlich ganz klar reingehen. Vielleicht hätte ich mit mehr Ruhe schießen müssen, aber ich wusste nicht, was von hinten kommt“, haderte das Eigengewächs mit der vergebenen Großchance. Ein Kopfball von Jerome Propheter (34.) nach einer Ecke von Mergim Fejzullahu – das war‘s vor der Pause.

Hälfte 2 – und die Anfangsphase gehörte den nun energischer angreifenden Gästen. Fejzullahu (54.) köpfte, doch Sebastian Spinrath rettete für seinen schon geschlagenen Keeper auf der Linie per Kopf. Dann kam Rüter (62.) blitzschnell über links, doch sein Schuss wurde an den Pfosten abgefälscht. Und weder der erst eine Minute vorher für Daniel Hammel eingewechselte Philipp Gödde noch Fejzullahu konnten aus kurzer Distanz den Ball im Nachschuss vor dem leeren Tor verwerten. Noch einmal tauchte Bartilo-Cerdic (70.) bei einem schnellen Konter vor Nagel auf, der den Ball aber um den Pfosten lenkte. Und Haitz, der auf der Löhden-Position eine gute Partie zeigte, klärte nach einem Schuss von Julian Loose (80.) – das war‘s.

„Meine Mannschaft hat das gut gemacht. Aber von den drei Hundertprozentigen hätten wir eine reindrücken müssen“, bedauerte Kilic. „Unsere Defensive hat gut gestanden, nur bei der Konterchance zum Schluss hatten wir nicht genug Geduld – auch weil unsere Jungs noch mehr wollten.“

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