Wird Alexander Klitzpera Sportdirektor am Tivoli?

Von: Christoph Pauli
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Könnte bald zum Tivoli zurückkehren – als Sportdirektor: Alexander Klitzpera. Foto: sport/CoverSpot

Aachen. Rechts und links neben der Trainerkabine hängen großformatige Erinnerungen an Alemannias beste Zeiten. Auf einem Bild schießt gerade Alexander Klitzpera sein einziges Bundesliga-Tor. Er hat sich für den 1:0-Siegtreffer seinen Ex-Verein FC Bayern mit Oliver Kahn (17. Februar 2007) ausgesucht. Auf der anderen Seite der Kabine sind die Heroen aus der Uefa-Cup-Partie beim FC Sevilla (4. November 2004) abgebildet.

Klitzpera steht auf dem Foto dicht neben Rainer Plaßhenrich. Es könnte sein, dass sich die ehemaligen Mitspieler bald wieder regelmäßig in der Trainerkabine begegnen.

Klitzpera könnte der Vorgesetzte von Co-Trainer Plaßhenrich und Cheftrainer Peter Schubert werden. Der 37-Jährige ist nach Informationen unserer Zeitung der klare Favorit für den Posten des Sportdirektors – eine Stelle, die nach dem Weggang von Uwe Scherr vakant blieb. Alemannias Aufsichtsrat hält das gerade für den richtigen Zeitpunkt, die Planstelle wieder zu besetzen. Aufsichtsrats-Vorsitzender Christian Steinborn wollte die Personalie weder bestätigen noch dementieren.

In der internen Stellenbeschreibung wurde ein gewisser „Stallgeruch“ vorausgesetzt. Die Findungskommission sprach in den letzten Wochen nach Informationen unserer Zeitung nicht nur mit Samir Arabi (Arminia Bielefeld) oder Rachid Azzouzi (freigestellt vom FC St. Pauli). Auch mit Peter Hermann wurde der Kontakt gesucht. Der Ex-Profi hat eine sehr erfolgreiche Karriere als Co-Trainer bei den feinsten Adressen in der Bundesliga hingelegt. In die erste Reihe hat es den 62-Jährigen nie gezogen. Schon in früheren Jahren lehnte er Cheftrainer-Angebote auch aus Aachen ab. Ein Kandidat war wohl auch der ehemalige Leiter des Nachwuchsleistungszentrums Thomas Hengen.

Die eindeutige Wahl soll dagegen auf Alexander Klitzpera gefallen sein, der letzten Mittwoch dem Gremium sein Konzept vorstellte. Der gebürtige Münchner hat seine Karriere beim TSV Waldtrudering im zarten Alter von sechs Jahren begonnen. Fünf Jahre später wechselte er in die Jugendabteilung des FC Bayern, für den Rekordmeister spielte er vier Jahre in der Regionalliga, ehe er 1999 das Angebot von Arminia Bielefeld annahm, Profi zu werden. Sein Ex-Trainer Hermann Gerland holte den U 21-Nationalspieler auf die Alm. „Ich kenne keinen, der mit so viel Willen und Elan so viel aus seinem überschaubaren Talent gemacht hat“, sagt Bayerns Co-Trainer in der Rückschau. Das ist aus Gerlands Mund ein maximales Lob.

Die beste Zeit seiner Karriere (2002 - 2008) verbrachte er dann in Aachen, als auch der Klub seine beste Zeit erlebte. Drei Jahre war der Abwehrchef noch beim FSV Frankfurt unterwegs, ehe er Mitte 2012 die Laufbahn mit Knieproblemen bei Wolfsburg II in der Regionalliga beendete. Dieter Hecking verpflichtete ihn als Scout für seinen Ex-Klub 1. FC Nürnberg. Klitzpera sichtet im Dreiländereck, war folgerichtig auch regelmäßig am Tivoli mit seinem Notizbuch unterwegs. Dem Spitzenspiel allerdings blieb er fern.

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