Wie geht es weiter nach der Insolvenz am Tivoli?

Von: Christoph Pauli
Letzte Aktualisierung:
Alemannia Tivoli
Wie geht es weiter nach der Insolvenz am Tivoli? Diese Frage soll noch in dieser Woche beantwortet werden. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Ein Ergebnis gab es noch nicht, stundenlang berieten am Samstag Mitglieder von Verwaltungsrat und Restpräsidium die Situation bei Alemannia Aachen, nachdem der Verein erneut einen Insolvenzantrag gestellt hatte. Gleich zu Beginn des Treffens flogen ein paar Pfeile durch die Luft.

Intern setzte es sehr deutliche Kritik an Mitgliedern des Verwaltungsrats in den letzten Tagen. Ein Mitglied hatte seine Sicht der Dinge über die sozialen Medien verbreitet, noch intensiver wurde Verwaltungsratsmitglied Dirk Schlun gerügt. Der war am Dienstag, nachdem der Antrag gestellt wurde, mit dem Kollegen Horst Filbrich ohne Mandat am Tivoli erschienen und hatte die großartigen Verdienste des Verwaltungsrats in den letzten Monaten den wartenden Fans geschildert.

Zudem hatte er behauptet, dass der Geschäftsführer Timo Skrzypski den Antrag quasi im Alleingang gestellt habe. Der Auftritt rief Verwunderung auch in den eigenen Reihen hervor. Schließlich war der Antrag gemeinsam mit dem Aufsichtsrat gestellt worden, wie es auch öffentlich mitgeteilt wurde. Und über diesen Schritt und die ebenfalls kritisierte Presseerklärung war auch Verwaltungsratsvorsitzender Martin Fröhlich im Vorfeld in Kenntnis gesetzt worden.

Als sich der Pulverdampf verzogen hatte, wurde stundenlang nach Lösungen gesucht. Was ist die beste Option in dieser Lage? Das Präsidiums-Trio hatte schon im Vorfeld der Veranstaltung betont, nicht an den Stühlen kleben zu wollen. Ein Rückzug der zurückgetretenen Aufsichtsräte Horst Reimig, Tim Hammer und Oliver Laven aus der Führung des gemeinnützigen Vereins würde dazu führen, dass aus den Reihen des Verwaltungsrats ein Notvorstand gebildet werden müsste. Insolvenzverwalter Christoph Niering hatte begrüßt, dass das Trio zunächst auf dem Hof blieb „und sich der Verantwortung stellt“.

Den Rücktritt aus dem Präsidium forderte nach Informationen unserer Zeitung niemand. Eine satzungsmäßige Ablösung wäre ohnehin mit 75 Prozent der Zustimmung der Verwaltungsratsmitglieder möglich. Vielmehr gab es Vertrauensbekundungen an die Adresse der drei Funktionäre und Bitten, an Bord zu bleiben. Einige Mitglieder des Verwaltungsrats kündigten an, dass sie im Fall eines Rückzugs auch ihr Mandat zur Verfügung stellen würden. Ein Entschluss wurde nicht gefasst. In dieser Woche soll eine Entscheidung fallen, wie es weitergeht.

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