Aachen - Wegberg-Beecks Amateure fordern Alemannias Profis

Wegberg-Beecks Amateure fordern Alemannias Profis

Von: pa
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Pascal Nagel hat ein bisschen von seiner guten Ausstrahlung des ersten Saisondrittels verloren. Foto: Birkenstock

Aachen. Die Pokalpartie ist fast genau zwei Jahre her, in der Liste der spektakulären Alemannia-Spiele bekam sie einen Top-Ten-Platz. Aachen spielte beim klassentieferen SC Wegberg-Beeck.

Der Regionalligist kassierte schnell zwei Rote Karten, verschoss einen Strafstoß, einige Zuschauer möblierten das Waldstadion um, und am Ende erzielte Sahin Dagistan, der erst Wochen vorher die Seiten gewechselt hatte, den Siegtreffer.

So viele Geschichten bot der Pokalfight, der am Mittwochabend ab 19 Uhr wiederholt wird. Nach einem Zwischenhoch sind die Gastgeber wieder in der Mittelrheinliga gelandet. „Es wird ein intensives Pokalderby, bei dem wir alles abrufen müssen“, vermutet Aachens Trainer Fuat Kilic. Seine Mannschaft hat wenig Zeit, den Frust nach der jüngsten Niederlage abzubauen. Der Pokal ist zudem eine Schnellstraße zu zusätzlichen Einnahmen, wenn man denn die erste Hauptrunde auf Bundesebene erreicht. Das ist eine ziemliche Herausforderung, schon in der nächsten Runde gastiert am 19. November der Drittligist Fortuna Köln beim Sieger.

Wegberg-Beeck wird durchaus ernst genommen, auch wenn sich niemand am Tivoli gegen die Favoritenrolle wehrt. Der Trainer wird das Team in größerem Umfang reformieren. Philip Sprint bekommt die Chance, die guten Trainingseindrücke im Alltag zu belegen. Der 23-Jährige hat aufgeschlossen zur Nummer 1. Pascal Nagel hat ein bisschen von seiner guten Ausstrahlung des ersten Saisondrittels verloren. „Er soll mir die Entscheidung so schwer wie möglich machen“, wünscht sich Kilic vom Herausforderer.

Für Sprint ist es ein Bewerbungsspiel auch für die Regionalliga. Und das gilt auch für den bislang wenig überzeugenden Daniel Hammel, der in der Sturmmitte beginnt. Weitere Wechsel zeichnen sich ab. Auch die zuletzt kaum eingesetzten Ryo Suzuki, David Pütz und Karim Kucharzik haben sich den Einsatz längst verdient, sagt der Trainer. Die verletzten Necirwan Mohammad und Joy-Lance Mickels machen dagegen die kurze Reise nicht mit.

Für die Gastgeber steht das Spiel des Jahres an, vermutet Kilic. „Es wird an die Grenze des Erlaubten gehen.“

Friedel Henßen hat zuletzt festgestellt, dass in der Meisterschaft ein bisschen Konzentration verloren ging, obwohl das Derby kaum thematisiert wurde. Das Team fiebert dem Spiel entgegen. „Es ist für jeden Spieler etwas Besonderes“, sagt Beecks Trainer, der den Pokal schon gewonnen hat. Henßen muss auf Maurice Passage verzichten, den er für unersetzbar hält. Die eigenen Chancen beziffert er auf 40:60 Prozent. „Wir brauchen einen guten Tag, wir dürfen ihnen keine Räume und Standards geben. Wir müssen einfach mutig sein.“

Seine Spieler haben vor dem Anpfiff von Schiedsrichter Mario Heller (Zülpich) alle schon einen Arbeitstag hinter sich. Das reduziert die Zuversicht nicht. „Vielleicht sind wir jetzt auch mal mit einem Sieg dran“, sagt er, nachdem es im letzten gemeinsamen Jahr in der Regionalliga nicht zu Siegen reichte. Und dann ist da auch noch Sahin Dagistan, der wieder beim Gastgeber spielt, und schon mal gerne im Pokal gegen einen Ex-Verein trifft...

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