Vom Flugmarathon in den Liga-Alltag zurück

Von: Roman Sobierajski
Letzte Aktualisierung:
alem16_fo
Stark auch im „Dreikampf”: Alper Uludag (Mitte) setzt sich gegen die Hertha-Spieler Domovchiyski und Ramos durch. Foto: imago/Bernd König

Aachen. Die Nationalmannschafts-Trikots, die in der Geschäftsstelle von Alemannia Aachen am alten Tivoli hängen, haben Zuwachs bekommen: Neben Burkina Faso, der Slowakei und Slowenien hängt nun auch das rote Trikot mit Stern und Halbmond an der Wand.

„Ich hoffe, dass ich auch zum nächsten Spiel der türkischen U21 wieder eine Einladung bekomme”, meint Aachens Mittelfeldspieler Alper Uludag nach seiner Premiere in der Nachwuchs-Auswahl der Türkei. „Der Nationaltrainer hat mir gesagt, dass ich gut gespielt habe.”

Seit Mittwochnachmittag ist Uludag zurück bei seinem Verein, davor hatte der 19-Jährige einen wahren Flugmarathon zu absolvieren: Nach dem Spiel im Berliner Olympiastadion ging es zunächst in die Türkei, dann zum Spiel nach Frankreich, zurück in die Türkei zur Begegnung gegen Belgien, zuletzt in die belgische Heimat am Mittwochvormittag.

Beim Alemannia-Training hatte die Belastung vor dem Sonntagsspiel gegen Ingolstadt gerade den höchsten Pegel erreicht. „Hat trotzdem alles einen Riesenspaß gemacht”, steckt der 19-Jährige mit der türkischen und der belgischen Staatsbürgerschaft die Reisestrapazen weg, zumal ihm bei seinem 45-minütigen Einsatz gegen Belgien auch gleich ein Tor gelang - „ein Kontertreffer nach einer gegnerischen Ecke”, wie der Linksfuß zufrieden feststellt.

Für Belgien zu spielen, war im Fall von Alper Uludag keine Frage. „Von der belgischen Seite gab es überhaupt keine Anfrage, als vor drei Wochen die Einladung des türkischen Verbandes kam, war für mich alles entschieden.”

Der Höhenflug verläuft für Uludag weiterhin geradlinig, nicht nur auf den Strecken zwischen Mannschaftshotel und Spielort: Nach dem Wechsel von der Jugend von PSV Eindhoven nach Aachen folgte die Zweite Mannschaft auf die U19, der Wechsel ins Profilager, jetzt die Berufung in die türkische Auswahl. „Bei den Profis zu spielen, ist eine ganz andere Erfahrung, das kann man mit der NRW-Liga überhaupt nicht vergleichen”, ist der Jung-Nationalspieler überzeugt, auch wenn mit Eric van der Luer sein alter Chef- nun sein neuer Co-Trainer ist.

Die offensive Ausrichtung im Verein kommt der Spielweise des wendigen Linksfuß entgegen, auch wenn die Arbeit des Trainergespanns an den Aussagen des jungen Angreifers ablesbar ist: „Das offensive und aggressive Spiel passt zu mir. Aber auch die Defensive ist wichtig, man lernt, wann man stehen muss, wann man gehen muss, wann Restverteidigung angesagt ist.”

Letzte Defizite werden dann noch im Mannschaftshotel mit Zimmerkollegen Zoltan Stieber diskutiert: „Wir reden immer darüber, was im letzten Spiel von uns gut war, was weniger.” Der Plan für das Ingolstadt-Spiel steht jedenfalls: „Ich will mich gut präsentieren, aber am wichtigsten ist für uns, dass wir die drei Punkte einfahren.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert