Ungewohnte Übung für Erik Meijer: Er verteilt Siegprämien

Von: pa
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Kann nach dem Sieg gegen Ingolstadt endlich wieder lachen: Alemannias Sportdirektor Erik Meijer. Foto: dapd

Aachen. Am Morgen danach durfte Erik Meijer Schecks ausstellen. Vermutlich hat er darin die Übung längst verloren, und es kam zu Krämpfen im Unterarm.

Dennoch stellte Alemannias Manager zufrieden beim Abzeichnen der ersten Siegprämien in dieser Saison fest: „Herrlich!” „Herrlich”, das Wort hat in Zusammenhang mit Alemannia schon länger keiner mehr gebraucht. Der Manager holte das schmucke Adjektiv am Dienstag aus der Asservatenkammer.

„Herrlich” war nicht so viel zuletzt am Tivoli, bis zu diesem ersten zumindest seriös errackerten Erfolg gegen Ingolstadt. Es war kein souverän errungener Erfolg, das Spiel der Beteiligten blieb fade, „aber die Mannschaft hat wie in Dresden gut angepackt”, lobt Meijer. Das ist zumindest eine gute Nachricht für die Disziplin, die „Abstiegskampf” heißt.

Einen Grund für Euphorie über den Sonntag hinaus sah auch Alemannias Sportchef nicht, aber für einige Stunden zog eine Wolke der Erleichterung über den Tivoli. Bis Ende November laufe nun die „Inventarisierung” des Kaders, kündigt Meijer an. Die neuen Trainer bilden sich im Mammutkader einen endgültigen Überblick, „wer der 1. Mannschaft hilft und wer weit weg von ihr ist”. Die Kräfte werden gebündelt.

Schon jetzt hat der Trainer eine feste Kerntruppe gefunden. „Bas Sibum kehrt natürlich zurück, bald auch wieder Kevin Kratz”, sagt Friedhelm Funkel, ansonsten wird sich der Kader der letzten zwei Wochen nur noch punktuell ändern. Die vielen anderen Profis müssen sich schon mit Wucht gegen die Tür von außen werfen, um noch einmal Einlass zu finden. Mit Spielern wie Fabian Bäcker ist nicht nur Meijer „sehr unzufrieden”, auch Lennart Hartmann „bleibt hängen”. Keine Verstärkung ist bislang Anouar Hadouir, bei dem der Fall anders liegt. Er ist eher ein Dauerpatient, der gerade wieder einmal angestrengt sein Knie beobachtet. Meijer: „Sein Ausfall tut besonders weh, weil er uns Qualität geben könnte.”
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