Aachen - Traumziel Aufstieg: Der Hoffnungsfunken glimmt weiter

Traumziel Aufstieg: Der Hoffnungsfunken glimmt weiter

Von: Roman Sobierajski
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Aachen. Der alte Tivoli verabschiedet sich mit Anstand aus dem aktiven Dienst, der letzte Hoffnungsfunken ist auch nach der drittletzten Partie der Saison nicht verloschen: Mit 1:0 wurde Kaiserslautern, direkter Mitkonkurrent um die vorderen Tabellenpositionen, geschlagen, und zumindest bis Mittwochabend ist Alemannia Aachen somit bis auf einen Punkt an den Relegationsplatz herangerobbt.

„Es gibt noch sechs Punkte zu verteilen”, lässt sich Trainer Jürgen Seeberger keine weiteren Träumereien entlocken.

„Ich habe mich über die Reaktion der Mannschaft gefreut”, verweigert auch Sportdirektor Andreas Bornemann den Blick zu den Sternen.

Die Mannschaft hatte nach dem Osnabrück-Debakel ein richtig dickes Brett zu bohren, denn der FCK trat nicht auf wie eine Mannschaft, die ihre eigene Ausstiegs-Chance mit aller Macht erkämpfen wollte.

So waren wirkliche Tormöglichkeiten im ersten Durchgang Mangelware. Nach doppeltem Doppelpass zwischen Patrick Milchraum und Lewis Holtby flog der Ball nur knapp am gegnerischen Tor vorbei (20.), einen Freistoß von Timo Achenbach lenkte Lauterns Torhüter Luis Robles mit den Fingerspitzen über die Latte (32.)

„Wir wussten, dass wir nur wenige Chancen bekommen werden und dass wir diese Chancen nutzen müssen”, war Alemannias Florian Müller nach Spielschuss wenig überrascht, doch zumindest im ersten Durchgang ging der Plan noch nicht auf.

„In der zweiten Halbzeit sind wir mutiger aufgetreten”, hatte Trainer Jürgen Seeberger beobachtet. „Die Mannschaft hat sich durch den zu Unrecht nicht gegebenen Treffer nicht zurückwerfen lassen.”

Schiedsrichter Dr. Helmut Fleischer hatte nach dem Treffer von Pekka Lagerblom (53.) den Lauterer Martin Amedick übersehen und Abseits gepfiffen, statt zur Mittellinie zu gehen.

Doch die Alemannia machte weiter Druck und während Robles einen Knaller von Patrick Milchraum parierte (57.) und somit wieder eine der wenig Chancen passé war, machte es Florian Müller neun Minuten später besser: Von Auer bedient zog der 22-Jährige ab, und dass Aimen Demai den Schuss unhaltbar abfälschte, dürfte seine Chancen, in der kommenden Spielzeit am neuen Tivoli aufzulaufen, nicht gerade verschlechtert haben.

„Wurde auch mal wieder Zeit, dasss ich eins mache, und dann auch noch das Tor des Tages”, freute sich der Mittelfeldspieler.

Denn nach der Führung „verlief das Spiel in anderen Bahnen, wurde offen. Aber wir haben es versäumt, den zweiten Treffer nachzulegen”, fand Seeberger noch einen Ansatzpunkt zur Kritik.

Eine zweifache Glanzparade von Robles verhinderte nach Kopfball von Lukasz Szukala und Nachschuss von Benny Auer die deutlichere Führung (76.), und der „Aluminium-Jäger” entlockte, frei vor Robles stehend, mit seinem Schuss wieder mal nur dem Pfosten einen Ton und nicht den 21.200 Zuschauern den Torjubel (87.).

Zudem musste Seeberger nach der Verletzung von Mirko Casper erneut die Innenverteidigung umbauen und Hrvoje Vukovic bringen, doch ein Nachteil entstand nicht daraus.

„Die Jungs brennen alle, egal ob Junglas, Oussalé oder Daun”, machte der Trainer auch den Reservespielern ein heißes Kompliment.

„Für 1860 geht es um den Abstieg, für uns vielleicht noch um den Aufstieg”, richtete Matthias Lehmann den Blick bereits auf den kommenden Sonntag, wenn es gegen seinen alten Verein geht - um was eigentlich?

„Wir müssen unsere beiden Spiele gewinnen, dann schauen wir mal, wofür das reicht”, gibt sich der 25-Jährige nüchtern. Poetischer formuliert es Torwart Thorsten Stuckmann, in der Hoffnung auf ein echtes Finale vor dem Finale für Alemannias alten Tivoli: „Das Träumen geht weiter”.

Andreas Bornemann stellt sich Fan-Fragen

Die 100-Tage-Frist hat er längst überschritten. Am Neujahrstag trat Andreas Bornemann sein Amt als Sportdirektor in Aachen an. An Turbulenzen hat es in den ersten vier Monaten sicher nicht gemangelt. Ob er schon schlau aus dieser Mannschaft geworden ist? Und wie laufen die Planungen für die nächste Saison? Welche Spieler will man in Aachen behalten, welche Profis sollen/können gehen?

An Fragen mangelt es auch nach dem Spiel gegen Kaiserslautern nicht. Am Donnerstag stellt sich Andreas Bornemann zwischen 19 und 20 Uhr hier bei uns im Internet-Chat.
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