Aachen - Trainer Michael Krüger: Die Rechnung geht allmählich auf

Trainer Michael Krüger: Die Rechnung geht allmählich auf

Von: Roman Sobierajski
Letzte Aktualisierung:
Alemannia Aachen / Michael Krüger
Wenn Michael Krüger unterwegs ist auf den Fußballplätzen der Republik, um sich fortzubilden in Sachen kommende Gegner, dann will man weniger wissen über die sportliche Situation bei Alemannia Aachen. Foto: dpa

Aachen. Am Freitagabend floss der Schweiß in Strömen, heute müssen die Spieler von Alemannia Aachen noch ein paar Tropfen Blut drauflegen. Die Traningswoche beginnt für den Kader mit einem Laktattest.

Der wird nach der überzeugenden kämpferischen Vorstellung beim 3:1-Sieg über den Karlsruher SC wohl die Aussagen von Daniel Adlung bestätigen: „Wir waren topfit, das hat jeder gesehen”, beurteilte der Schütze des ersten Tores die Abteilung Kampf. Doch auch der spielerische Vortrag konnte sich durchaus sehen lassen. „Das Verständnis wird besser, die Laufwege präziser. Man sieht die Handschrift des Trainers”, meinte der 23-Jährige.

Auch Trainer Michael Krüger sieht nach drei Monaten der „Zweigleisigkeit”, dass die Früchte des Erfolgs zu reifen beginnen. „Ich konnte mit dem Kader nicht die Vorbereitung im Sommer machen. So mussten wir gleichzeitig Punkte holen und die Mannschaft weiterentwickeln.”

Die Entstehung des ersten Tores (Pass in den Strafraum, Auer zieht den Abwehrspieler mit nach vorne, ein Mittelfeldspieler rückt in den Strafraum ein und vollendet) war im Training einstudiert, „den Konter zum zweiten Tor kann man nicht mehr besser spielen”, befand Krüger.

Auch, wenn die lediglich 12 Flanken in der Spielstatistik normalerweise einen Schwachpunkt darstellen, zeugen sie von der Umsetzung der zurechtgelegten Spielstrategie durch die Mannschaft. „Ich wollte gegen Karlsruhe meine beiden aggressivsten Spieler auf dem Platz, die nach der Balleroberung nicht lange überlegen, sondern sofort nach vorn spielen”, begründet der 55-Jährige den Verzicht auf Cristian Fiel.

Und da die Alemannia zentral im Mittelfeld mit Kevin Kratz und Manuel Junglas gegen die spielstarken Karlsruher stand, resultierte daraus ein schnelles, vertikales Spiel - der „Pefferfußball”, den Krüger spielen lassen will. „Natürlich werden wir uns nicht darauf ausruhen, sondern wir versuchen, uns noch weiter zu verbessern”, sagt Aachens Trainer und meint ein noch flexibleres Spiel und mehr blindes Verständnis in der Absicherung bei eigenem Ballbesitz.

Ob diese Formation mit Kratz und Junglas in der Schaltzentrale in dieser Saison noch einmal zu sehen sein wird, ist allerdings fraglich. „Wir werden zwar erst heute nach dem Kernspin genau wissen, wie schwer Manuel Junglas verletzt ist. Ich befürchte allerdings, dass er sich einen Kreuzbandriss zugezogen hat”, meint Krüger. Der nächste „Kniefall” der von Verletzungen gebeutelten Alemannia.

Für das anstehende Auswärtsspiel in Hamburg haben die drei Punkte im Auftaktspiel jedenfalls Sicherheit und Selbstvertrauen gegeben. Nur bei der Einschätzung, wie viel Selbstvertrauen, herrschen zwischen Spieler und Trainer unterschiedliche Ansichten. „Wir haben jetzt gegen St. Pauli keinen Druck und können dort befreit aufspielen”, meint etwa Daniel Adlung.

Sein Trainer beschreibt die (Selbst-)Erwartungen mit einem höheren Anspruch: „Wir fahren nach St. Pauli und wollen da was holen. Zumindest werden wir es mit aller Macht versuchen.”
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