Tagebuch Florian Müller: Es gibt dunkle und helle Tage

Von: pa
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Horrortag: Nach exakt einem Jahr wurde bei Alemannia-Profi Florian Müller erneut ein Kreuzbandriss im linken Knie diagnostiziert. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Sätze mit eigentlich findet Florian Müller eigentlich nicht so gelungen. Sie kommen mit einer Einschränkung angeschwommen. Und eigentlich würde Alemannias Mittelfeldspieler gerade gerne ein Sportlerleben ohne Einschränkungen führen.

Aber aus dem Leistungssportler ist wieder ein Dauerpatient geworden, was die Sache nicht einfacher macht. Ende Oktober hatte sich der 24-Jährige seinen zweiten Kreuzbandriss zugezogen, und wieder ging der Spieler auf die Marterstrecke, die sich Reha nennt.

Zu Saisonbeginn wollte er wieder am Start sein. Eigentlich. Das lädierte rechte Knie spielte bei seinen Comeback-Plänen nicht mit. Die Schmerzen ließen nicht nach, latent war das Gelenk geschwollen. „Ich kam nicht mehr voran.”

Anfang Mai wurde das Knie erneut athroskopiert. Seitdem ist kaum Besserung eingetreten. Eine bakterielle Infektion sitzt im Körper, die mit Antibiotikum behandelt wird. Florian Müller geht wieder auf Krücken, das Knie wird einstweilen völlig beruhigt, die Reha ist abgebrochen.

Der Rückschlag drückt die Stimmung. Es gibt dunkle und helle Tagen. An dunklen Tagen fällt es dem Profi-Sportler schwer, mit der Verletzung umzugehen. Er will wieder raus, sich bewegen, sein frühere Leistung zeigen. „An solchen Tagen ist es schwer, sich abzulenken.” An hellen Tagen ist er geduldiger, er hat ausreichend Erfahrung mit der Verletzung, akzeptiert den Stillstand.

Häufiger humpelt Müller wieder in die Kabine, besucht das Training, sucht den Kontakt zu den Mitspielern. Patienten geraten schnell in Vergessenheit, Müller geht auf die Mannschaft zu. Die immer wiederkehrende Frage nach der Rückkehr kann er nicht beantworten.

„Ich habe mir in den letzten Monaten so oft etwas vorgenommen, ich mache mir keine zeitliche Vorgabe, das macht keinen Sinn.” Den Urlaub hat er abgesagt, es gibt nur das eine beherrschende Thema, und so werden auch viele Ärzte konsultiert. „Ich nutze alle Möglichkeiten ”, sagt er. Schließlich öffnet er dann doch eine großes Zeitfenster. „Ich will in der Hinrunde noch zum Einsatz kommen. Da spricht eigentlich nichts dagegen.”
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