Oliva Nova - Tag drei: Nichts für Warmduscher!

Tag drei: Nichts für Warmduscher!

Von: Klaus Schmidt
Letzte Aktualisierung:

Oliva Nova. Der Spanier hatte dann plötzlich folgende Idee: Kein heißes Wasser im Haupttrakt des Oliva Nova Beach & Golf Hotels zwischen 20 Uhr und 12 Uhr des darauffolgenden Tages. Als Erik Meijer die Kunde vernahm, drohte der Alemannia-Manager in seiner ersten Verärgerung mal eben mit der Abreise.

Später erklärte sich die Überraschung: Auf der iberischen Halbinsel sind Hotels dazu verpflichtet, in vorgeschriebenen Abständen die Leitungen zu reinigen. Der Termin in dieser Woche war der Direktion in Oliva Nova auch schon länger bekannt, nur hatte man vergessen, Alemannia das vor der Anreise mitzuteilen (Fortuna Düsseldorf war übrigens nicht betroffen, der Liga-Rivale ist in einem Nachbargebäude untergebracht).

Aachens Delegation fand dann immerhin eine Notversorgung auf den Zimmern, „ich habe zum ersten Mal in meinem Leben mit vier Wasserflaschen geduscht”, sagte Co-Trainer Eric van der Luer. Die Profis konnten sich nach der Einheit am Mittwochvormittag im Kabinentrakt neben dem Trainingsplatz abseifen. „Wenn dir ein Vogel auf das gerade gewaschene Auto scheißt, ist das auch nicht schön”, sagte Erik Meijer, „aber es gibt Schlimmeres.”

Chefcoach Peter Hyballa löste die Aktion auf eine für ihn typische Weise auf: „Wir haben das bewusst gemacht, die Jungs sollen nicht verweichlichen. Und schließlich gibt es in der Mongolei auch kein fließend Heißwasser.„

Hausaufgaben: Die 25 Spieler erhielten jeweils ein DIN-A-4-Blatt und sollten darauf festhalten, wo sie sich im Moment sehen, in drei und in sechs Monaten. Außerdem wurde die Wunschelf abgefragt, doch da rechneten die Trainer ohnehin mit einer 85-prozentigen Übereinstimmung mit der Formation, die sich zuletzt bewährt hatte.

Den kilometerlangen Sandstrand haben sie direkt vor der Hoteltür - nur laufende Alemannen sieht man an der Mittelmeerküste nicht. Es gilt - in Abwandlung - das Gleiche wie zuhause: Im Wald gewinnt man keine Spiele, und am Strand auch nicht. Dafür beeindruckt der Zweitligist die Kollegen von Fortuna Düsseldorf mit einer Trainingsintensität auf dem Platz, dass sie es kaum fassen können.

Während die Profis von Norbert Meier schon zurück Richtung Hotel schlendern, lassen Peter Hyballa, Eric van der Luer und Hans Spillmann üben, bis auf der Flutlicht-losen Anlage nichts mehr geht. Der Ex-Aachener Sascha Rösler: „Ich als schon älterer Spieler bin ganz froh, dass ich das nicht mitmachen muss...”
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