Präsentiert von der Actimonda

Stürmt Engelbrecht bald wieder am Tivoli?

Von: Christoph Pauli
Letzte Aktualisierung:
11535829.jpg
Vereinskollegen bei den Stuttgarter Kickers und vielleicht auch bald am Tivoli: Daniel Engelbrecht (links) und Marco Gaiser spielen bei Alemannia vor. Foto: sport/osnapix
6914506.jpg
Daniel Engelbrecht ist zurück in Aachen: Er wird als Gastspieler am Samstag gegen den belgischen Zweitligsten Padro Eisden Maasmechelen zum Einsazt kommen. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Für Daniel Engelbrecht war es eine vertraute Rückkehr in die alte Kabine. Der Angreifer stürmte schon bis 2012 für Alemannia, er war dabei, als der neue Tivoli bezogen wurde. Vor mehr als drei Jahren zog er hinaus in die Fußball-Welt zum VfL Bochum und zu den Stuttgarter Kickers.

Dort hat der 25-Jährige noch Vertrag bis zum Sommer, aber der Drittligist hat kein großes Interesse mehr an ihm. Für den Trainingsauftakt vor ein paar Tagen in Stuttgart war er freigestellt.

Engelbrecht ist über den Sport hinaus berühmt geworden, weil er der erste Fußball-Profi in Deutschland ist, der mit einem Defibrillator Leistungssport betreibt. Der Mittelstürmer war Mitte 2013 nach einem Herzstillstand auf dem Spielfeld zusammengebrochen und musste reanimiert werden.

Bei ihm wurden eine Herzmuskelentzündung und chronische Herzrhythmusstörungen diagnostiziert. Bei einer der folgenden Operationen wurde ihm ein Defibrillator in den Brustkorb eingesetzt. Vor mehr als einem Jahr hat er ein vielbeachtetes Comeback gefeiert. Er kam, sah und traf auch wieder.

Die Kickers haben ihn vor ein paar Wochen ziemlich schmerzfrei aussortiert. In der Winterpause hat er sich mit seinem Athletiktrainer fitgehalten, ehe er nun die Einladung zum Probetraining in Aachen annahm. „Es ist schön, in die alte Heimat zurückzukehren, für keinen anderen Klub hätte ich den Schritt zurück, eine Liga tiefer, gemacht.“

Die Wege mit Fuat Kilic haben sich in den letzten Jahren immer wieder mal gekreuzt. „Ich kenne ihn, er besitzt eine Top-Einstellung und eine tolle Mentalität. Ich bin sehr überzeugt von ihm,“ sagt Aachens neuer Trainer. In den nächsten Tagen will Kilic überprüfen, wie belastbar der Ex-Aachener ist.

Seit Freitag trainiert Engelbrecht mit der Mannschaft, beim ersten Spiel des Jahres am Samstag gegen den belgischen Zweitligsten Padro Eisden Maasmechelen kommt er als Gastspieler zum Einsatz. „Für mich ist das die Chance, es allen Skeptikern zu zeigen, dass ich fit und belastbar bin. Ich bin gesund, um mich braucht sich niemand Sorgen zu machen“, sagt Engelbrecht. Die Chancen stehen gut, dass er bald wieder die Aachener Modefarben schwarz und gelb tragen darf.

Er ist nicht der einzige Testspieler beim Test, der um 15 Uhr in Eschweiler-Hehlrath angepfiffen wird. Auch Marco Gaiser, ebenfalls bei den Stuttgarter Kickers unter Vertrag, wird für Alemannia auflaufen. „Er hat sehr gute Voraussetzungen, aber ich kenne ihn noch nicht so gut, da muss ich mir einen Eindruck verschaffen“, sagt Kilic. Der 22-Jährige kann im defensiven Mittelfeld oder in der Abwehrzentrale eingesetzt werden. Fehlen wird in Hehlrath Tim Gerhards, der sich einen leichten Muskelfasserriss zugezogen hat. Angeschlagen sind Jannik Löhden und Aimen Demai.

Diese Partie gegen Maasmechelen soll Aufschluss geben, ob Manager Alexander Klitzpera zeitnah die Lücken im Kader füllen kann. Vermutlich schon am Wochenende will der Regionalligist entscheiden, ob die Gastspieler für die Rückrunde verpflichtet werden.

Leserkommentare

Leserkommentare (2)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.