Stephan Beutel soll sich am Tivoli bewerben

Von: Christoph Pauli
Letzte Aktualisierung:
Stephan Beutel
Möchte sich noch nicht zum Thema Alemannia äußern: Stephan Beutel. Foto: sport/Karina Hessland

Aachen. Alemannia sucht einen neuen Geschäftsführer, so viel steht fest. Aber zuletzt war nicht einmal geklärt, welches Profil in der Ausschreibung stehen soll. Ist diese Aufgabe zumindest vorübergehend von ehrenamtlichen Helfern zu leisten, oder kann sich der Klub einen hauptamtlichen Chef auf der Geschäftsstelle leisten?

Braucht der Regionalligst einen Kaufmännischen oder einen Sportlichen Leiter?

Ein paar Dutzend Bewerbungen hat es gegeben, die der Geschäftsführer und Insolvenzverwalter gefiltert haben in den letzten Tagen. Im Raster hängen geblieben sind ein paar Kandidaten, zu den prominentesten unter ihnen gehört Stephan Beutel, der nach Informationen unserer Zeitung zu einer Bewerbung aufgefordert wurde. Der 47-Jährige könnte beide Sparten – wirtschaftlich und sportlich – abdecken. In den Bereichen hat er in den letzten Jahren in mehreren Klubs in unterschiedlichen Ligen Erfahrungen gesammelt.

Nach seinem Abitur verpflichtete sich der Sohn eines Berufsoffiziers zwei Jahre lang bei der Bundeswehr. „Da habe ich mir ein gewisses Improvisations-Talent angeeignet“, hat er über die Zeit geurteilt. Nach einer Banklehre schaffte er in neun Semestern sein Studium der Betriebswirtschaftslehre, Schwerpunkt: Marketing, Wirtschaftsprüfung und Steuerrecht.

Beutel zog es in die Fußballbranche. Bei Fortuna Düsseldorf (1993/94) und Hansa Rostock (1994 - 1998), organisierte der Diplom-Betriebswirt das Marketing. Auf St. Pauli war er anschließend bis 2003 Sportlicher Leiter und Geschäftsführer in Personalunion. Nachdem der verarmte Klub in die Regionalliga abgestürzt war, endete seine Zeit auch hier. Bei Rot-Weiß Erfurt war er zwischen 2004 und 2010 wieder verantwortlich für den Sportbereich. Beutel, dem man an früheren Standorten Ehrgeiz und Organisationstalent nachsagt, arbeitet seitdem für eine Spielerrechts-Agentur, berät Klub in Organisations- und Vertragsfragen.

Der Familienvater lebt wieder in Hamburg, wollte sich gegenüber unserer Zeitung nicht konkreter zu einem möglichen Engagement in Aachen äußern. „Ich möchte das nicht kommentieren. Das macht zum jetzigen Zeitpunkt keinen Sinn.“

In den nächsten Tagen will Alemannias neue Findungskommission vor Ort die Gespräche mit den verbliebenen Kandidaten forcieren. Eine Entscheidung soll erst gefällt werden, wenn sich Leute gefunden haben, die im März bei den Wahlen zu den Gremien kandidieren. Bislang liegt eine solche Zusage noch nicht vor.

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