St. Pauli stürmt bei Aachen-Debakel an die Spitze

Von: dpa
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Alemannia Aachen - FC St. Pauli
Aachens Torwart Thorsten Stuckmann sitzt nach einem Gegentreffer vor seinem Tor. Foto: dpa

Aachen. Der FC St. Pauli hat Alemannia Aachen die Eröffnungsparty im neuen Tivoli-Stadion gründlich verdorben und ist an die Tabellenspitze der 2. Fußball-Bundesliga gestürmt. Die Hanseaten siegten in der ersten Partie in der 50 Millionen Euro teuren Arena am Montagabend mit 5:0 (4:0).

Für das Team von Trainer Jürgen Seeberger war es das höchste Heimdebakel in der 2. Liga. Damit nicht genug der schlechten Nachrichten: Unmittelbar nach dem Abpfiff stürzte ein 38-jähriger St. Pauli-Fan von der Tribüne des Gästeblocks in die Tiefe und zog sich nach Angaben der Polizei lebensgefährliche Verletzungen zu. Der Mann hatte sich beim Jubeln zu weit über die Brüstung gelehnt.

Vor 32.960 Zuschauern sorgten Marius Ebbers (24./28.), Deniz Naki (35.) und Florian Bruns (39./Foulelfmeter) binnen 15 Minuten für den zweiten Saisonsieg der Hamburger. Rouwen Hennings (86.) setzte den für Aachen blamablen Schlusspunkt.

Mit einem lauten Pfeifkonzert schickten die Alemannia-Fans ihre Mannschaft zur Pause in die Kabine und begleiteten die Darbietungen im ausverkauften Stadion zeitweise mit eisigem Schweigen. Dabei hätten Szilard Nemeth (13.) und Thorsten Burkhardt (16.) die Euphorie nach einer stimmungsvollen Eröffnungszeremonie beinahe weiter angeheizt. Doch beide Chancen vereitelte Pauli-Torwart Mathias Hain.

Wie gelähmt reagierte die Aachener Abwehr danach auf den Sturmlauf des Gegners: In einer Co-Produktion zweier ehemaliger Alemannen zwang Bruns Keeper Thorsten Stuckmann zunächst zu einer Parade. Den nach vorne abgeklatschten Ball staubte Ebbers ohne Probleme zur Führung ab.

Der Stürmer, der drei Jahre lang in Aachen gespielte hatte, schob auch vier Minuten später den Ball nach feinem Pass von Charles Takyi lässig an Stuckmann vorbei. Spätestens beim dritten Treffer führten die Hamburger die Heimmannschaft vor: Takyi tanzte Florian Müller sowie Stuckmann aus und passte zurück auf Naki, der den Ball ins leere Tor schob.

uch nach dem verwandelten Foulelfmeter von Bruns irrten die Aachener Defensivspieler häufig planlos umher und ermöglichten den Hanseaten weitere Chancen. Ein weiterer haarsträubender Fehler sorgte für das 5:0.

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