Sponsor reagiert auf Torflaute: Brötchen auch ohne Tore

Von: pa/red
Letzte Aktualisierung:
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Michael Nobis, Mitglied im Alemannia-Aufsichtsrat. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Es könnte eine trockene Saisonabschlussparty werden. Alemannias Biersponsor hat nicht einmal bislang die 50 Liter für ein Heimtor spendieren müssen. Auch Sponsor Michael Nobis hatte Brötchen für Tore ausgelobt - was wird daraus?

Bislang bleiben Sie auf Ihrer Torprämie, nämlich ein Brötchen für jeden Treffer im Heimspiel, sitzen.

Nobis: Das stimmt, und es ist nicht lustig. Wir reagieren, schrauben die Anforderungen zumindest für die nächste Partie herunter. Jetzt gibt es schon drei Gratis-Brötchen, wenn Alemannia nicht verliert am Freitag gegen den FSV Frankfurt. Es muss keinen Treffer geben.

Das klingt wie eine kleine Kapitulation vor der unglaublichen Aachener Torflaute?

Nobis: Es ist eine Reaktion auf viel Lästerei. Wir möchten ja etwas Gutes tun. Sicher ist die Aktion auch etwas Marketing, aber wir wollen auch Leute mit der Prämie miteinbeziehen, die bislang keinen großen Bezug zu Alemannia haben.

Sie sitzen also beim Spiel am Tivoli und rufen Ihren Betriebsleiter nach Spielende an, wieviele Teiglinge er über Nacht für die Kundschaft fertigmachen soll?

Nobis: So wird es sein. Am liebsten wäre mir ein 5:0, dann bekäme jeder fünf Brötchen. Daran soll es wirklich nicht scheitern.

Sie sparen sich auch konsequent die Torprämie, von der der Verein finanziell profitieren würde.

Nobis: Die Mannschaft spart sie. Leider. Wir sparen wirklich viel Geld, aber das war ja eigentlich nicht unsere Idee.

Sind Sie als Mitglied des Aufsichtsrats ernsthaft besorgt?

Nobis: Ich bin nicht nur Mitglied im Aufsichtsrat, sondern auch ein überzeugter Fan und kenne den Klub auch zu 3. Liga-Zeiten. Das Thema „Abstieg verhindern”, ist sehr real. Die Sorge ist für einen Tabellenletzten durchaus angebracht, aber die Saison ist ja noch lang.
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