Schnörkelloses Lob des Trainers

Von: Roman Sobierajski
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Effizienter Auftritt: Daniel Brinkmann im Zweikampf mit Delron Buckley. Foto: Rene Schulz

Aachen. „Ob ich gegen Fürth gesetzt bin? Nein, ich muss mich durch gute Leistungen im Training beweisen wie alle anderen Spieler auch.” Für Daniel Brinkmann sind die Erwartungen trotz der guten Leistung gegen Mainz und seinen beiden Toren in einer Halbzeit nicht ins Unermessliche geschossen. Das Lob des Trainers kommt trotzdem schnörkellos für den Mittelfeldsspieler daher.

„Brinkmann hat eine absolute Topleistung gezeigt und sehr effizient gespielt”, lobte Jürgen Seeberger den 23-Jährigen, dessen persönliche Saisonstatistik ein Spiegelbild der Mannschaftsleistung widerspiegelt: Nur am Ende des ersten Spieltags der Hinrunde und eben in Mainz stand Daniel Brinkmann bei An- und Abpfiff auf dem Platz.

Zwölf Mal wurde er zur Mitte der zweiten Halbzeit ein- oder ausgewechselt - nicht selten bekam der frühere Paderborner bei diesen Gelegenheiten den Unmut der Zuschauer ab. Ein deutliches Zeichen dafür, dass mit den Wechseln nicht die 2erhoffte Änderung in der Mannschaftsleistung eintrat.

„Natürlich kann ich mit dem bisherigen Saisonverlauf definitiv nicht zufrieden sein”, zieht der frühere U21-Nationalspieler ein persönliches Fazit. „Ich hatte eine gute Vorbereitung nach dem Wechsel aus Paderborn, habe in der vergangenen Saison eine gute Rückrunde gespielt. Warum es nun anders war, darüber möchte ich eigentlich nicht nachdenken.”

Der glanzvolle Auftritt in Mainz soll jedenfalls der Startschuss gewesen sein, „aus diesem Nichts zwischen Training und Kurzeinsätzen” noch eine akzeptierbare Saison zu stricken. „Ich möchte in allen noch ausstehenden Partien in der Startaufstellung stehen, dann habe ich mehr als 20 Saisoneinsätze”, lautet das persönliche Ziel für die kommenden Wochen, „und wir wollen, dass die Zuschauer zufrieden sind und der Tivoli einen würdigen Abschied bekommt”, formuliert Brinkmann das Saisonziel der Mannschaft.

Trotz aller Bescheidenheit und Mäßigung hat der 23-Jährige die momentan sonnige Situation genutzt, eine Duftmarke für die nächste Spielzeit abzusetzen: „Ich habe nur gesagt, dass ich langfristig und auf Dauer lieber auf der Sechser-Position spielen möchte, das war aber keine Kampfansage an irgendjemanden in der Mannschaft”, bewertet Brinkmann diese, nun ja, Kampfansage.

Trainer und Manager Andreas Bornemann wollen die Partie gegen die Spielvereinigung Greuther Fürth auch dazu nutzen, einen Stimmungs-Check zu machen. „Ich hoffe, dass Daniel Brinkmann hier am Tivoli die Unterstützung verdient, die jeder Spieler verdient hat, und dass er nicht nur so empfangen, sondern auch verabschiedet wird”, meinte Seeberger. „Brinkmann darf im eigenen Stadion keine Versagensängste haben”, fordert Manager Bornemann vor dem Spiel gegen den Tabellen-Zweiten.

Dass es so kommt, dafür will allerdings die komplette Mannschaft sorgen: „Alles ist angerichtet, eine Partie abzuliefern, die jeden zufrieden stellt”, verspricht Jürgen Seeberger. „Dabei stelle ich das Ergebnis in den Vordergrund, es liegt an uns, das zu zeigen.”

Gefährlichstes Sturm-Duo der Liga

Nach dem Auf und Ab der letzten Spiele tritt Fürths Trainer Benno Möhlmann mit gemischten Gefühlen die Reise an den Tivoli an: „Ich bin sehr gespannt, wie wir uns da präsentieren”, orakelte der 54-Jährige vor der Abfahrt.

Die Spielvereinigung reist mit zwei offensiven Trümpfen an: Das Sturm-Duo Stefan Reisinger und Ex-Alemanne Sami Allagui ist das torgefährlichste der Liga (25 Treffer), die Joker-Tore haben Fürth 14 Punkte zusätzlich beschert.
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