Schluss am Tivoli: Alemannia-Trainer Kilic kündigt Abschied an

Von: pa
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Kilic
Der Hoffnungsträger kündigt seinen Abschied an: Fuat Kilic verlängert seinen im Sommer auslaufenden Vertrag bei der Alemannia nicht. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Fuat Kilic macht Schluss. Am Wochenende hat Alemannias Trainer seine Mannschaft und den Aufsichtsrat informiert, dass er den auslaufenden Vertrag im Sommer nicht verlängern werde. Die Parteien waren seit Wochen im Gespräch, es war fast notgedrungen eine Hängepartie, weil der finanzielle Rahmen für die nächste Saison noch lange nicht feststehen wird.

Alemannia hätte gerne mit Kilic verlängert, der kurz nach seiner Einstellung auch noch zum Sportdirektor am Tivoli gekürt wurde. Nun kündigt der Hoffnungsträger nach 15 Monaten seinen baldigen Abschied an. Dem Trainer fehlte die Planungssicherheit – für sich, und auch für sein Team.

Fast alle Verträge laufen am Tivoli aus. Spieler und Berater fordern Gespräche mit dem Kaderplaner ein – aber Kilic sind die Hände gebunden. Ohne Investoreneinstieg wird der aktuelle Etat von 1,3 Millionen Euro etwa halbiert.

Ob dagegen ein Investor Anteile am Regionalligisten erwirbt und eine Millionen Euro zusätzlich für die nächste Saison freigibt, entscheidet sich erst im Mai, wenn der Spielermarkt schon ziemlich abgegrast ist. Zudem wäre für Kilic das Risiko geblieben, dass Investoren andere personellen Vorstellungen hätten. In dieser komplizierten Lage hat der 43-Jährige nun seinen Abschied eingereicht.

„Ich habe diesen Verein wirklich lieben gelernt“, sagt er. „Wir werden versuchen, die Planungen in den nächsten Monaten so voranzutreiben, als wäre ich nächste Saison noch hier.“

Diese Hängepartie mit ungewissem Ausgang ist das Motiv für den Rückzug von Kilic, der wochenlang seine Bereitschaft immer wieder betont hatte, auch in schwierigen Zeiten beim Verein zu bleiben. „Ich habe hier sehr viel Vertrauen gespürt, das ich gerne zurückzahlen möchte. Ich sehe aber perspektivisch nicht die Möglichkeit, diesem Anspruch in der nächsten Saison und darüber hinaus gerecht zu werden“, sagt er.

Kilic geht ohne Groll vom Hof. „Es ist für alle Beteiligten eine sehr schwierige Situation“, urteilt der scheidende Trainer. „Es gibt von meiner Seite aus definitiv keinen Vorwurf, die Lage ist wirklich kompliziert.“ Aachens Noch-Trainer sagt, er habe bislang keine anderen Angebote.

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