Aachen - Scheidung zwischen Hyballa und Alemannia besiegelt

Scheidung zwischen Hyballa und Alemannia besiegelt

Von: pa
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Hyballa entlassung
Peter Hyballas Vertrag bei der Alemannia wurde in beidseitigem Einvernehmen aufgelöst. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Am Freitag gab Peter Hyballa seine Sachen bei Alemannia ab. Handy, Auto, Ausrüstung. Damit war die Scheidung zwischen Klub und seinem ehemaligen Trainer noch nicht ganz besiegelt.

Der hatte eine Kündigungsschutzklage eingereicht, heute Mittag sollte beim Arbeitsgericht Aachen ein Termin stattfinden. Dem Coach stehen nach Informationen dieser Zeitung drei Gehälter Abfindung zu. Von „kleinen Interpretationsunterschieden” im Vertragswerk, sprach Geschäftsführer Frithjof Kraemer. Der Termin wurde kurzfristig überflüssig. Beide Seiten einigten sich „einvernehmlich”. „Wir gehen sauber auseinander”, sagte Kraemer.

Ob das für Alemannias Fangruppen gilt, ist dagegen fraglich. Beim Gastspiel in Dresden bekamen die 28. 000 Zuschauer Mitte der zweiten Halbzeit eine zünftige Schlägerei im Aachener Block zwischen den verfeindeten Lagern geboten. 20, 30 Fans ließen vorübergehend die Fäuste sprechen aus „nichtigem Anlass”, beobachtete Lutz von Hasselt aus nächster Nähe. Der Fanbetreuer und sein Kollege Robert Jacobs schlichteten schnell das merkwürdige Raufhändel. Alemannias Ultra-Gruppierung hat sich vor einem Jahr gespalten. Neben den AC-Ultras gibt es nun auch die Karlsbande. Der Riss in der Fanszene ist bei jedem Heimspiel erkennbar, die Gruppen haben sich auch räumlich auf der Stehplatztribüne getrennt. „Die Mannschaft soll als Einheit auftreten. Schade, dass das die Fans in unserer schwierigen Lage nicht zeigen”, meint von Hasselt.

Die Fans machten noch in anderer Form auf sich „ultranativ” aufmerksam: Sie zündeten zweimal Knallkörper, die Partie wurde von der Schiedsrichterin unterbrochen, die einen Sonderbericht anfertigte. Alemannia ist Wiederholungstäter. Nach den Gastspielen am 3. Dezember 2010 in Oberhausen und am 8. April 2011 in Duisburg bekam der Klub 5000 und 4000 Euro Strafe aufgebrummt, weil dort pyrotechnisches Material verwendet wurde.

Auch die Dresdner fielen aus der Rolle. Etwa ein Dutzend „Fans” versuchte nach Polizeiangaben vor dem Spiel den Aachener Fanbus anzugreifen. Als das scheiterte, flogen Flaschen. Zwei Scheiben gingen zu Bruch. Im Spiel fielen die Vandalen auf, als Feuerzeuge und Bierbecher in Richtung eines Aachener Spielers flogen.
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