Robert Leipertz besiegt die Ex-Kollegen

Von: Christoph Pauli
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Alemannia erspielte sich am Samstag ausreichend Chancen. Am Ende verloren die Aachener gegen das angereiste Team aus Gelsenkirchen.

Aachen. Für Frederic Löhe war es ein finsterer Nachmittag. Jeder der beiden Schüsse auf sein Tor war ein Treffer gewesen, gehalten hatte er keinen Ball. Die Nachspielzeit lief, die letzte von zehn Ecken war angezeigt. Alemannias Keeper eilte in den anderen Strafraum, doch ein Happy End gab es nicht mehr.

Der Ball schwebte an ihm vorbei, bald darauf war Feierabend. Alemannia unterlag Schalke 1:2. Es war in der Serie „unnötiger Niederlagen“ das nächste Kapitel. Das Team hatte nicht nur 10:1-Ecken, sondern auch ausreichend Chancen erspielt. Aber Leistung und Ertrag stehen in einem Verhältnis, als würde man die Suppe mit der Gabel auslöffeln. Schalkes Zweitbesetzung war nicht besser, hatte aber mit Robert Leipertz einen abgebrühten Torjäger in seinen Reihen. Der Ex-Aachener traf an seiner alten Wirkungsstätte doppelt.

„Es hätte mindestens unentschieden ausgehen sollen“, war Peter Schubert einigermaßen konsterniert. „Wir stehen stabil, machen Druck, lösen viele Situationen spielerisch gut, man sieht, dass sich etwas entwickelt.“ Lob gab es ausreichend für ein ansehnliches Heimspiel auch von Gästetrainer Bernhard Trares. Aber auch für Zuspruch gibt es keine Extrapunkte.

Schubert hatte die Elf der Vorwoche aufgeboten. Die Partie begann 15 Minuten später, da Schalke bei der Anreise staute. Kurzfristig fiel Ex-Nationalspieler Gerald Asamoah mit muskulären Beschwerden aus. Die Gäste wurden zur Begrüßung gleich einmal eingeschnürt. Die Führung war in der 24. Minute zwingend. Krasniqi spielte den emsigen Sturmpartner Garcia frei. Der Spanier lief noch zwei, drei Meter, stand unbedrängt elf Meter vor dem Tor und dem 1:0, doch dann versprang ihn der Ball im entscheidenden Moment. „Da war ein Loch“, begutachtete er die Restwiese, die sicher nicht mal viertliga-reif ist. „Das wird keine gute Nacht“, vermutete der Angreifer.

Die Gäste profitierten nicht nur von Platz- sondern auch von Stellungsfehlern. Innenverteidiger Ajani war nicht gut unterwegs an diesem Nachmittag. Dario Schumacher schickte Robert Leipertz auf die Reise, der Ex-Aachener umkurvte Löhe und schob zum 0:1 ein (33.). „Ich hatte mir vorgenommen nicht zu jubeln, falls es etwas zu feiern gibt“, sagte der Torjäger später, der nicht sonderlich freundlich begrüßt wurde.

Aachen schüttelte sich - und reagierte prompt. Michael Lejan krallte sich nach einer Ecke im Strafraum den Ball und drosch ihn mit rechts in die Maschen zum 1:1 (38.). Eine Energieleistung des Kapitäns. Und nur Sekunden später hätte Marquet aus 16 Metern gleich auf 2:1 stellen können.

Es blieb ein weitgehend einseitiges Spiel. Schalkes Verteidiger Philipp Max, Sohn des ehemaligen Torjägers Martin Max, gelang fast ein formschönes Eigentor (57.). Die folgende Ecke drosch Sasa Strujic unbedrängt neben das Tor (57.). Schalke löste sich nur ganz selten aus der Schraubzwinge. Und wieder war es eine Kombination des ehemaligen Aachener Schumacher und Leipertz, die die Führung nach 63 Minuten brachte. „Danach waren wir angeknockt“, beobachtete Schubert am Spielfeldrand. Leipertz, war noch auf dem Weg zum 13. Saisontor, doch Ajani, der die Situation erst heraufbeschworen hatte, holte den Angreifer noch einmal ein (70.).

Die letzten Minuten der Hinrunde gehörten noch einmal den Hausherren. Neppe hätte unbedrängt per Kopf seinen ersten Saisontreffer erzielen können (73.). Duspara holte zwei Freistöße in aussichtsreichen Positionen heraus, doch Marquet und Lejan verfehlten deutlich den hochverdienten Ausgleich. „Wir haben richtig gut gespielt“, urteilte Kapitän Lejan am Ende der Hinrunde, „das Ergebnis ist einfach bitter.“

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