Ahlen - Remis in Ahlen: Alemannia spielt 1:1

Remis in Ahlen: Alemannia spielt 1:1

Von: Christoph Pauli
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Alemannia spielte am Samstag nicht energisch genug auf Sieg: Die Schwarz-Gelben brachten ein Unentschieden nach Hause. Foto: J. Gras

Ahlen. 1:1 endete die Partie, das klang verdächtig nach einem Remis. Aber anfreunden wollte sich niemand mit dem Ergebnis. Für Alemannia Aachens Trainer Fuat Kilic war es eine „gefühlte Niederlage“, für Rot Weiss Ahlens Trainer Erhan Albayrak ein „gefühlter Sieg“.

Diese Punkteteilung schmerzte beide Trainer. Kilic musste erleben, dass die deutlich fußballerisch bessere Mannschaft nicht energisch genug auf Sieg spielte. Kollege Albayrak musste registrieren, dass der eine Punkt schon fast zu wenig im Abstiegskampf ist. „Einige Spieler haben gedacht, sie müssten nicht 100 Prozent abrufen“, ging Kilic unzufrieden ins Osterwochenende. Insbesondere das Spiel einiger Offensivspieler gegen den Ball hatte den Trainer nicht überzeugt.

Die bedrohten Ahlener hatte die Partie als ein Abstiegsfinale ausgerufen. „Lasst uns zusammen kämpfen“ forderte der Stadionsprecher vor dem Anpfiff. Es blieb weitgehend bei dem Appell. Allerdings hätten die Gastgeber früh durch einen Zufallstreffer in Führung gehen können. Aachens Torwart Pascal Nagel schoss Laurenz Wassinger an, der Ball prallte ans Außennetz (5.). Dass der zuweilen unsichere Nagel sein „Handwerk“ besser versteht, demonstrierte er später, als der flinke Emre Yesilova frei vor ihm auftauchte - und scheiterte (20.).

Das war zunächst die gesamte Ernte der Ahlener, die spielerisch deutlich unterlegen waren. Sie zogen sich zurück, boten viele Räume an, fanden fast nie den Vorwärtsgang. Wann immer es den Gästen gelang, den Ball am Boden zu halten, hatten sie deutliche Vorteile. Immer wieder huschten die Aachener Angreifer durch die hölzerne Abwehr. Es fehlte: „die große Torgier“.

„Der letzte Pass kam zu selten an", ärgerte sich Mickels. Die Überlegenheit drückte sich kaum in Abschlüssen aus. Die Führung war dennoch hochverdient: Mickels flankte, der aufgerückte Jerome Propheter verlängerte mit dem Kopf in den Fünfmeterraum, und Daniel Hammels spritzte heran, um das 0:1 zu erzielen (38.).

Die Aachener ließen den Hammer nicht fallen. Löhden reklamierte nach einer Mohr-Ecke, dass sein Kopfball erst hinter der Torlinie geklärt wurde. Schiedsrichter Tim Pelzer war anderer Meinung (40.). Die Meinungsverschiedenheiten setzten sich nach dem Wechsel fort. Der agile Winter hatte geflankt, Hammel bugiserte den Ball ins Netz. Der Treffer hatte einen klaren Schönheitsfehler. Der Schiedsrichter erkannte auf Abseits - eine ziemlich deutliche Fehlentscheidung (47.).

Aachen blieb die bessere Mannschaft, aber die Spieler waren zu sorglos. Eigene Ecken oder Freistöße wurden zur Gefahr, weil die Absicherung nicht gut war und Ahlen sich ein bisschen im Kontern übte. Der Ausgleich fiel dennoch überraschend: Eine Flanke von Cihan Yilmaz wurde unhaltbar für Nagel zum 1:1 abgefälscht. Die Gastgeber bekamen ein bisschen Wind unter die Flügel. Sie konnten die Partie offener gestalten. Die Aachener hätten dennoch wieder in Führung gehen können. Mickels scheiterte zwei Mal im Strafraum an Sascha Kirschstein (74./83.), der demonstrierte, dass er mal ein formidabler Bundesliga-Torwart war. Die letzten Minuten gehörten dann den Ahlenern. Schiedsrichter Pelzer erkannten auch ihnen einen Treffer ab, weil er zuvor ein Foul von Wassinger an Nagel erkannt haben wollte (86.). Und in der Schlussminute musste Löhden den enteilten Wassinger noch einmal energisch einfangen, bevor der den Siegtreffer erzielen konnte. „Wenn die Partie fünf Minuten länger dauert, verlieren wir vermutlich noch“, wunderte sich Kapitän Timo Staffeldt am Ende des Tages.

Das Remis gegen eine abstiegsbedrohte Mannschaft ist das Wasserzeichen in dieser Saison, denn auch gegen Sprockhövel oder Düsseldorf II war die Ausbeute zu gering. Auf der Habenseite stand dennoch das siebte Spiel in Serie ohne Niederlage.

 

 

 

 

 

 

 

 

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