Rasen ist der zwölfte Gegner der Aachener Alemannia

Von: Helga Raue
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Mal wieder auf dem Weg nach vorne: Aachens Dominik Ernst (links) und Florian Rüter im Testspiel gegen Mariadorf. Foto: Martin Ratajczak

Mariadorf. Gleich mit zwölf „Gegenspielern“ hatte Aachen nicht gerechnet. Der holprige, löchrige Rasen im Stadion von Alemannia Mariadorf spielte an diesem Abend mit, und so dauerte es knapp 20 Minuten, bis Fußball-Regionalligist Alemannia Aachen in die Partie fand. Die endete gegen den Landesligisten letztlich aber standesgemäß: 6:1 (4:1) schlug die „große“ Alemannia die „kleine“.

Fuat Kilic hatte sein Team in einer anderen Zusammensetzung auf den Rasen geschickt als beim 6:0 in Roetgen. In der Innenverteidigung agierte Onur Alagöz neben Yannick Löhden, links Nils Winter, davor Meik Kühnel neben dem wieder fitten Timo Staffeld. Auf dem linken Flügel und vorne durften Joy-Lance Mickels und Ryo Suzuki beginnen. Der quirlige Japaner traf zum 1:0 (17.), Mickels (19.) vergab nach einer Flanke von Mergim Fejzullahu – und wurde vorsichtshalber gegen Toby Mohr gewechselt, da der Muskel zwickte.

Der Rasen bestimmte oft die Richtung des Balls, so dass der Gast die Taktik änderte. „Wir wollten den Ball im Kurzpassspiel nach vorne bringen, das funktionierte aber auf dem Rasen nicht, daher haben wir unser Spiel geöffnet und sind mehr über die Flanken gekommen“, so Aachens Coach. Das funktionierte besser: Fejzullahu (20.) erhöhte aus kurzer Distanz, ehe Marco Vidakovic (27.) die Gastgeber beim 1:2 jubeln ließ. Fejzullahu (31.) zum Zweiten und Meik Kühnel (36.) trafen. Pech für Mariadorf, dass Vidakovic kurz vor dem Pfiff bei einer Flanke von Ingo Schmiedel zu spät kam.

In der Pause wurde gewechselt, je sechs neue Leute kamen, wobei Mariadorfs Coach Manuel Ortiz-Gonzalez vier A-Jugendliche einwechselte. Nun agierte Jerome Proheter in der Innenverteidigung neben Alagöz und Günter Mabanza links, Daniel Pütz auf der Sechs, und Ryo wechselte sich mit Philipp Gödde in der Offensive ab. Zwar erhöhte der Favorit durch einen Doppelpack des agilen Suzuki (59., 79.), zunehmend wurde die zweite Hälfte aber Stückwerk. Die Abstimmung passte immer weniger, Ballverluste häuften sich.

„Nach einer Woche Training und zwei Tests sind die Beine schwerer, wird die Spritzigkeit weniger. Da muss man sich durchbeißen“, sagte Kilic, der aber mit „der Bereitschaft und dem Einsatz zufrieden war“. Nach zwei unterklassigen Gegnern trifft die Alemannia am Freitag im niederländischen Tegelen auf den 20-fachen griechischen Meister Panathinaikos Athen – der erste echte Härtetest. Kilic: „Da müssen wir draufpacken und einen Riesenschritt machen. Ich erwarte, dass die Jungs einen vernünftigen Eindruck machen.“

Den haben die Jungs von Mariadorf definitiv hinterlassen. Im letzten Saisonspiel hatte der Aufsteiger den Klassenerhalt in der Landesliga gesichert und befindet sich eigentlich mitten in den Ferien. „Wir haben uns am Sonntag ein bisschen bewegt. Von daher bin ich mit unserem Auftritt insgesamt zufrieden. Zumal Aachen einige Klassen höher und ein ganz anderes Tempo spielt“, analysierte Ortiz Gonzalez.

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