Problemfall Auer: Alemannias Kapitän wird kaum bedient

Von: pa
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Alemannia auer

Aachen. Der Humor verflüchtigte sich nicht bei Alemannia, obwohl die Mannschaft im unwichtigen Derby-Cup ohne jeden Treffer diesmal nur Dritter wurde.

„Für den Pokal hätten wir eine Vitrine bauen müssen, dafür haben wir aber kein Geld”, feixte Peter Hyballa am Ende des ziemlich zähen Turniers. Das Geld wurde überzeugend gespart, aber vor dem letzten Testspiel gegen Volendam tauchen noch so viele Fragen auf, dass Günther Jauch damit problemlos ein paar Raterunden bestücken könnte. Wie stark ist diese neu formierte Mannschaft kurz vor dem Saisonbeginn?

Am kleinen Turnierabend zeigte die Mannschaft zwei Gesichter. Gegen Düsseldorf behielt sie die Ordnung, aber ihr kam jegliche Phantasie abhanden, selbst Hyballa sprach später nur von einem langweiligen „Beamten-Fußball”. Die sonst so temperamentvolle Mannschaft war mehr darauf bedacht, wenige Fehler zu machen.

Sie stand tiefer, als man das von ihr gewohnt ist, das Spiel nach vorne war mühsam. Auch der kleine Feldversuch, Alper Uludag die Rolle von Zoltan Stieber zu übertragen, wurde schnell beendet. „Er nutzt uns an anderer Stelle mehr”, urteilte Hyballa über den sehr resolut auftretenden Türken.

Erfolgversprechender sah da schon der Test gegen Mönchengladbach mit zwei Stürmern aus, vor allem Marco Stiepermann trumpfte stark auf, während Benny Auer noch weitgehend unsichtbar blieb. Wie binde ich den Torjäger und seine Qualitäten stärker in das neue System ein?, bleibt damit die Hauptaufgabe.

„Man kann noch nicht sagen, dass unsere geringe Torgefahr ein Trend ist”, sagt Mittelfeldspieler Bas Sibum. Und auch sein Trainer tröstete sich mit einer Flut an schön herausgespielten Möglichkeiten gegen den klassenhöheren Gegner.

Hyballa verzichtete an diesem Abend auf den Einsatz der Routiniers: Die schon vor zwei Wochen kritisierten Abwehrspieler Thomas Stehle und Timo Achenbach blieben Zuschauer.

„Es reicht bisher nicht”, bilanzierte Hyballa „Sie müssen im Training mehr anbieten, und wie ich ihre Einstellung kenne, haben sie den Wink erkannt und reagieren jetzt entsprechend.” Unterdessen wur- de der Vertrag mit Henrik Ojamaa aufgelöst.

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