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Ohne Gegenwehr: Fortuna Köln schlägt Alemannia mit 3:1

Von: Christoph Pauli
Letzte Aktualisierung:
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Kein guter Start ins neue Jahr: Alemannia musste am Samstag eine Heimniederlage einstecken.

Aachen. Die Plakate kündigten ein Spiel in der Regionalliga West von zwei gleichberechtigten Teilnehmern an. Später wusste man, dass es anders war. Jedenfalls besiegten die abgezockten Jungs von Fortuna Köln 3:1 die grünen Jungs von Alemannia Aachen.

Uwe Koschinat, Trainer beim Tabellenführer und vor der Saison von Aachen begehrt, attestierte seinem Team eine „ziemlich erwachsene Leistung“, während sein Kontrahent Peter Schubert sich über die „Naivität“ seiner Mannschaft ärgerte.

Beide Teams nutzten nahezu sämtliche ihrer Möglichkeiten – was den qualitativen Unterschied ausmachte. Diese Partie gegen das beste Team der Liga machte noch einmal – wie unter einem Brennglas die Aachener Probleme deutlich. „Bei einigen klaffen Anspruch und Wirklichkeit, Training und Spieltag auseinander“, urteilte Schubert wenige Tage bevor das Transferfenster endgültig geschlossen wird.

Dabei sah es zu Beginn vier Minuten lang nach einer Überraschung aus. Wild entschlossen waren die Aachener auf die Restwiese am Tivoli gekommen, sie schnürten die Gäste ein, suchten aggressiv die Zweikämpfe. Der Tabellenführer kam ins Wanken.

Dann waren vier Minuten vorbei, Fortuna Köln erhielt seinen ersten Freistoß zugesprochen. Nichts Grelles, der Ball ruhte weit entfernt vom Strafraum auf der linken Seite. Doch im Strafraum ruhten die Aachener, weit entfernt von ihren Gegenspielern. Michael Kessel stahl sich davon, den Abpraller netzte Thomas Kraus unbedrängt ein, als der Winterschlaf noch andauerte.

„Fehler wie in der F-Jugend“, tobte Aachens Keeper Frederic Löhe noch weit nach Spielschluss über das 0:1. Es war der schnelle Beginn des Endes. Die Gegenwehr erlahmte ziemlich schnell. Der Klassenprimus gewann souverän 3:1 am Tivoli, drehte das Hinspielergebnis. „Wir haben richtig erwachsen gespielt“, freute sich Uwe Koschinat nach dem ersten Spiel des Jahres 2014. Die gefühlte Souveränität der Hausherren verflüchtigt sich rasch, der Plan landete im Schredder.

Auch Kölns zweiter Ausflug in die andere Hälfte endete mit einem Treffer. Kristoffer Andersen schob den Ball zum Kölner Winter-Zugang Albert Streit, der aus acht Metern mit links abzog. Das Schüsschen wäre eine sichere Beute für Löhe geworden, wenn nicht Niko Opper den Ball abgefälscht hätte. Zwei Schüsse, zwei Tore - Köln führte nach 23 Minuten mit 2:0. Und die beiden Ex-Aachener Streit und Andersen gehörten zu den Hauptdarstellern. Die Hausherren wurden zunehmend nervöser. Opper, Schumacher und Hackenberg streuten bedenkliche Fehler in ihr Spiel, der Spielaufbau klemmte gewaltig. Das Resultat: Aachen beendete die erste Halbzeit chancenlos. „Man hat gemerkt, dass die Köpfe nach dem 0:2 runter gingen“, beobachtete Andersen die Gegenspieler.

Trainer Peter Schubert stellte auf ein 4-1-4-1-System um, tauschte Strujic und Abel gegen Sangare und Yoshihara. Und der Japaner hatte gleich etwas wie eine Möglichkeit, als der Ball nach einem Freistoß von Krasniqi an Freund und Feind vorbeisauste. Yoshihara verpasste den Anschlusstreffer. Für ein paar Minuten schöpften die Hausherren Hoffnung. Die war vorbei, als Fortuna zum ersten Mal entschlossen konterte. Die Aachener waren in Überzahl, aber nach Andersens Hereingabe war Streit gedanklich und physisch schneller als Gegenspieler Schumacher. Der Routinier schob gekonnt zum 0:3 ein nach 53 Minuten.

Die Partie war nach zwei Drittel der Spielzeit entschieden, die Zweikampfquote wurde enorm reduziert, aber auch die Kölner wussten mit ihren Freiräumen nicht mehr sonderlich viel anzufangen. So erlebten 6700 Zuschauer wenigstens noch etwas Ergebniskosmetik. Der eingewechselte Moslehe erzielte aus 20 Metern mit einem Linksschuss das 1:3. Gespielt waren da bereits 90 Minuten. Die „Erwachsenen“ hatten die Nachwuchself deutlich besiegt. „Wir sind auch an unserer Naivität gescheitert“, urteilte Schubert am Ende eines unbefriedigenden Nachmittags.

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