„Nur noch vier Punkte...”

Von: Christoph Pauli
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Da wird etwas ausgeheckt: Etwas unerwartet ist für Alemannia Aachen noch ein Hoffnungsschimmer aufgetaucht. Foto: imago/Harder

Aachen. Für den Tivoli-Kehraus hat sich Alemannias Stimmungsabteilung ein paar putzige Ideen einfallen lassen. Der Countdown startete im Februar vor der Partie gegen Hansa Rostock im Mittelkreis mit einem netten Tischfeuerwerk, das vermutlich bei einem Kindergeburtstag übrig geblieben war.

Zwei Spieltage später mussten auserwählte Kinder einen Schlauch in die Höhe halten, aus der Luft soll so eine „6” erkennbar gewesen sein, berichteten Eingeweihte.

Die Tüten wurden zuletzt reaktiviert, und nun steht der viertletzte Spieltag an. Und da könnte der Eindruck enstehen, dass die Profiabteilung ihren Beitrag zum Countdown leistet. Denn plötzlich lautet die Losung: „Nur noch vier”. Nur noch vier Tivoli-Tage stehen an, und gleichzeitig beträgt der Rückstand zum Relegationsplatz nur noch vier Punkte. Aachens kleiner Zwischenspurt hat den Abstand flugs verringert. Und Alemannias Restprogramm gilt nicht als das schwierigste.

Beste Saisonphase

Das Motto „Nur noch vier” wäre sogar geeignet, Euphorie zu wecken und nach drei guten Spielen Phantasien zu erwecken. Schließlich erlebt das Team gerade die beste Phase der Saison. Aber bis zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe fand sich niemand bereit, die Euphorie vor der Partie am Sonntag gegen den FSV Frankfurt zu schüren.

Wohin man auch hört, der Klappentext klingt immer gleich: „Wir denken nur von Spiel zu Spiel.” Sollte der Klub eine Abteilung Attacke besitzen, dann macht die gerade einen ausgedehnten Betriebsausflug. „Warum sollten wir jetzt ein anderes Ziel formulieren, als dass wir das Maximale aus dem Spiel herausholen wollen? Mit dieser Vorgabe fahren wir doch gerade gut”, sagt Manager Andreas Bornemann.

Der Mannschaft wird kein zusätzlicher Druck auferlegt. Schließlich steht noch der Nachweis aus, dass sie besonders stressresistent ist. Rückstände bringen sie regelmäßig aus dem Rhythmus, noch kein Spiel wurde umgebogen. Immer noch gilt die Gruppe als labil, sie soll nicht weiter belastet werden, damit das zarte Pflänzchen Hoffnung nicht gleich wieder eingeht.

Der Trainer aus Konstanz mahnt eben diese an, spricht von „Charakterprüfung..., Lernprozess..., Kräftesammeln... Geduldsspiel..., Formstands-Überprüfung.” „Ich bin selbst gespannt, wie wir reagieren.”

In der Phase größter Not hat sich die Gruppe zusammengerauft, gerade in dem Moment, als die Saisonziele nach den Niederlagen gegen Duisburg und St. Pauli schon vorzeitig über Bord zu gehen schienen. „Wir finden uns immer mehr als Team”, beobachtet Thorsten Stuckmann aus seiner Torwart-Perspektive. „Schade, dass das erst so spät der Fall ist.”

Gegen das drittbeste Team der Rückrunde kann Jürgen Seeberger wieder auf seinen entsperrten Kapitän Matthias Lehmann zurückgreifen, der den hoch gelobten Pekka Lagerblom ersetzen könnte. Mirko Casper steht wieder als Innenverteidiger bereit.

Der Frankfurter Innenverteidiger Alexander Klitzpera wird am Sonntag noch einmal an seine lange Aachener Zeit erinnert, die nicht sonderlich fröhlich im letzten Sommer endete. Nach Spielende erhält der 31-Jährige verspätet die obligatorische Uhr zum Abschied.

Vielleicht funktioniert ja der Aktionsplan der Profis. Beim nächsten Heimspiel sind es noch drei Punkte Rückstand, beim vorletzten noch zwei...
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