Berlin - Nullnummer in Berlin: Aachen bremst Hertha

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Nullnummer in Berlin: Aachen bremst Hertha

Von: dpa
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Berlin. Tabellenführer Hertha BSC hat in der 2. Fußball- Bundesliga zum ersten Mal in dieser Saison daheim Punkte abgegeben. Die Mannschaft von Trainer Markus Babbel kam in der Montagspartie des 7. Spieltages gegen Alemannia Aachen vor 34.762 Zuschauern im Berliner Olympiastadion nicht über ein 0:0 hinaus, bleibt aber weiter ungeschlagen.

Mit dem Remis wartet Aachen seit nunmehr 30 Jahren auf einen Sieg in der Hauptstadt. Zuletzt gewannen die Westdeutschen am 20. August 1980 mit 1:0 in der 2. Bundesliga Nord.

„Wir haben kein gutes Spiel abgeliefert, deshalb muss ich mit dem Unentschieden zufrieden sein. Wir waren sehr lethargisch, vom Kopf her sehr träge”, klagte Hertha-Coach Babbel. Der Vorsprung des Spitzenreiters, der nun 17 Punkte auf dem Konto hat, auf die Verfolger aus Fürth und Aue schrumpfte nach der Nullnummer auf einen Zähler.

Gäste-Trainer Peter Hyballa war dagegen stolz auf seine Elf. „Es war sogar ein bisschen mehr drin. Wir haben ein richtig geiles Spiel gemacht, nur der letzte Pass hat gefehlt”, sagte Hyballa. „Wir müssen diesen Weg weiter gehen.”

Nach einem müden Start beider Mannschaften setzten die Gäste das erste Offensivzeichen. Aachens Kapitän Benjamin Auer tauchte in der 9. Minute plötzlich allein vor Hertha-Schlussmann Maikel Aerts auf, scheiterte mit seinem Schuss aus sechs Metern aber am Berliner Keeper.

Diese Aktion schien ein Weckruf für die Hausherren, die anschließend die mäßige Partie bestimmten, sich aber gegen die couragiert auftretenden Gäste schwer taten. Anders als bei den Gala- Heimauftritten in den vergangenen Spielen ließ Hertha dieses Mal die letzte Konsequenz im Abschluss und die Spritzigkeit vermissen.

Die beste Hertha-Chance im ersten Abschnitt vergab Stürmer Rob Friend (13.). Sein Schuss aus sechs Metern parierte Aachens Torhüter David Hohs stark. Zudem leisteten sich die Gastgeber immer wieder Unkonzentriertheiten, diese nutzte Aachen zu gefährlichen Kontern.

In der zweiten Halbzeit bot sich den Zuschauern das gleiche Bild: Hertha bemüht, aber ohne wirklichen Plan. Einzelaktionen wie ein 20-Meter-Schuss von Adrián Ramos (68.) prägten das Spiel der Gastgeber. Aachen stand dagegen sehr tief der eigenen Hälfte und lauerte auf Kontergelegenheiten in der zerfahrenen Partie. Auch in der Schlussphase konnte keines der beiden Teams mehr die Entscheidung erzwingen.

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