„Nicht unzufrieden“: Alemannia spielt 2:2 gegen 1. FC Köln II

Von: cg
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Alemannia
Aachens Trainer Schubert war nicht zufrieden mit der Leistung; andererseits, sagte er nach dem Spiel, habe die Mannschaft am Schluss „Moral bewiesen“. Foto: Jérôme Gras

Köln. Peter Schubert saß nach dem Abpfiff im Presseraum und fummelte an einem Pappbecher herum. Er sagte, er habe vor dem Spiel drei Punkte gefordert, jetzt sei er mit dem einen nicht unzufrieden. Stefan Engels saß zwei Plätze neben Peter Schubert und zupfte an einem lila-blauen Hemd. Engels sagte, mit der Leistung seiner Mannschaft sei er zufrieden. Mit dem einen Punkt nicht.

Peter Schubert ist der Trainer von Alemannia Aachen, Stefan Engels der vom 1. FC Köln II, und das war jetzt also die Stimmungslage am Samstagnachmittag. 2:2 hatte da gerade das Spitzenspiel der Regionalliga West geendet, Köln II gegen Aachen, der Dritte gegen den Zweiten.

2800 Zuschauer waren ins Rhein-Energie-Stadion gekommen, dem kurzfristig geänderten Spielort, in Kölns Amateurstadion wird zurzeit der Rasen aufgehübscht. Die erste formschöne Kombination gehörte der Heimmannschaft, nach einem Doppelpass mit Bard Finne prüfte André Wallenborn die Flugfähigkeiten von Aachens Torhüter Frederic Löhe (5.). Aachen kam zuvorderst nach Standardsituationen zu Möglichkeiten, und so war es auch in der 11. Minute: Michael Lejan flankte, Tim Lünenbach köpfelte, 1:0.

Ebenfalls durch einen Aachener Kopfball fiel beinahe der Ausgleich, Alemannias Innenverteidiger Marcus Hoffmann hatte einen Kölner Freistoß verlängert und sehr sehenswert sehr knapp neben eigenen Tor platziert (15.). Ausgenommen einiger Halbchancen beruhigte sich das Spiel etwas, Aachen stand tief, Köln fand keine Lösung, erst nach einer Ecke erzeugte Aachen wieder solide Gefahr vor dem Tor: Kevin Behrens köpfte aus kurzer Distanz auf Torwart Mesenhöler, im Nachsetzen traf Lünenbach nur einen Kölner Verteidiger (37.).

Die zweite Halbzeit eröffnete Köln in einer Weise, wie es neuerdings im nahegelegenen Leverkusen zum guten Ton gehört: Keine drei Minuten waren gespielt, da hatte der Norweger Bard Finne sehr viel Platz, rannte in den Strafraum und schoss. Hackenberg fälschte noch ab, konnte den Ausgleich aber nicht abwenden (48.). Nach einem Steilpass der Güteklasse „tödlich“ wäre Köln kurz darauf beinahe die Führung gelungen, Vojno Jesic scheiterte aber an Löhe (55.). Köln drückte und ging in der 66. Minute verdient in Führung: Nach einer Flanke von Sven Engels hatte Mariux Laux im Fünfmeterraum ausreichend Platz, 2:1.

Aachen gelang aus dem Spiel wenig, und auch der Faktor Lufthoheit machte sich in der zweiten Halbzeit kaum noch bemerkbar. Es war dementsprechend nicht unklug, als Aimen Demai eine Ecke zur Abwechslung flach auf Lejan ausführte; Lejan flankte oder schoss, es war eine Mischung aus beidem, Köln konnte nicht klären, und Kevin Behrens hatte aus kurzer Distanz wenig Mühe (81.) - der Ausgleich. Aachens Trainer Schubert war nicht wirklich zufrieden nach dem Spiel, das Umschaltspiel, das Erarbeiten von Chancen, zu wenig habe funktioniert. Andererseits, sagte Schubert und wirkte jetzt sehr entspannt, habe die Mannschaft am Ende „Moral bewiesen“.

Hinweis: In einer ersten Version dieses Artikels war fälschlicherweise von 1800 Zuschauern die Rede. Die offizielle Zuschauerzahl lautet 2800.

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