Nemeth: „Qualitäten reichen für die Startformation”

Von: Roman Sobierajski
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Uberragend am Ball: Aachens Szilard Nemeth. Foto: imago/Sportnah

Aachen. Es hätte ein grandioser Einstieg in die Saison werden können beim ersten Heimspiel von Alemannia Aachen: für das neue Stadion, für die Mannschaft, für Szilard Nemeth. Doch bekanntlich kam es anders: Der Slowake vergab nach einer Viertelstunde seine große Torchance gegen den FC St. Pauli und verletzte sich zu allem Überfluss auch noch, die Mannschaft ging 0:5 unter.

„Das war das einzige Spiel, in dem ich in dieser Saison gemeinsam mit Benny Auer auf dem Platz gestanden habe”, meint der 31-Jährige, der nach dem St.-Pauli-Debakel bislang kein einziges Mal mehr in der Startformation stand und unter dem neuen Trainer Michael Krüger gerade einmal auf 23 Minuten Einsatzzeit kommt.

„Ich bin schon überrascht, dass ich so wenig spiele”, meint Nemeth und nimmt das Reservistendasein mit professioneller Einstellung hin: „Aber ich muss die Entscheidung des Trainers akzeptieren.”

In der letzten Spielzeit waren Nemeth und Auer so etwas wie die Hieb- und Stichwaffe des Aachener Angriffs: Der Slowake erzielte sechs Treffer und gab sechs Vorlagen, Auer rangierte mit 16 Treffern an der Spitze der Torjägerliste und legte sieben Mal auf. „Der beste Spieler, mit dem ich jemals auf dem Platz gestanden habe”, schätzt Auer seinen Sturmpartner ein, mit dem er rund 90 Prozent aller Spiele der abgelaufenen Saison bestritten hat.

Auch Aachens neuer Trainer Michael Krüger sieht in dem 31-Jährigen einen „glänzenden Fußballer, der etwas Überraschendes machen und auch selbst Tore schießen kann”, schenkt dem Rekordtorschützen der slowakischen Nationalmannschaft dennoch nur für Kurzeinsätze das Vertrauen.

„Ich trainiere intensiv, bin da und will unbedingt spielen”, lautet dagegen die kämpferische Ansage bei der Konkurrenz um die Stammplätze in der Mannschaft. „Dass ich nicht spiele, ist schon eine neue Situation für mich”, meint der frühere Premier-League-Spieler, der mittlerweile Aachen als seine dritte Heimat hinter der Slowakei und England empfindet.

Am Ende der laufenden Saison endet auch der Vertrag von Szilard Nemeth. Ein mögliches Karriereende sieht der 31-Jährige aber nicht mit diesem Datum heraufziehen: „Ich will auf jeden Fall noch weiterspielen, ich fühle mich gut, und Fußball macht immer noch viel Spaß.”

Doch eigentlich will Nemeth, der in der Bundesliga-Saison mit seinem Treffer gegen Wolfsburg den Klassenerhalt doch noch einmal in greifbare Nähe brachte, soweit nicht vorausschauen, sondern erst einmal schnell wieder zurück ins Team: „Meine fußballerischen Qualitäten reichen aus, um in der Startformation zu stehen.”

Krüger: „Mit aller Gewalt drei Punkte holen”

„Ich habe die Nase gestrichen voll davon, dass wir nur Komplimente ernten und keine Punkte”, meinte Aachens Trainer Michael Krüger vor dem Heimspiel. „Gegen Union Berlin müssen wir mit aller Gewalt drei Punkte holen. Ob mit einem guten, einem schlechten Spiel oder einem Eigentor des Gegners, ist mir völlig egal.”

Ob am Sonntag neue Namen in der Startformation auftauchen werden, hat der 55-Jährige noch nicht entschieden. „Es darf nicht passieren, dass einer zum Sündenbock gemacht wird. Ich bin von Haus aus geduldig und neige nicht zu Aktionismus.”

Der Verdacht auf Pfeiffersches Drüsenfieber hat sich bei Torwart Thomas Unger zwischenzeitlich bestätigt. Der 24-Jährige steht also ebenso wenig zur Verfügung wie Markus Daun, dessen Knieprobleme immer noch nicht diagnostiziert sind, und Andreas Korte (Meniskus).
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