Aachen - Nächste Pleite für die Alemannia

Nächste Pleite für die Alemannia

Von: Christoph Pauli
Letzte Aktualisierung:
20130831_0000380a4fd5aece_rat_Alem_SF Lotte 22.jpg
Nächste Pleite für Alemannia Aachen: Gegen gegen die Sportfreunde Lotte musste die Mannschaft von Trainer Peter Schubert eine 1:2-Niederlage einstecken. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Es war nicht die erste Niederlage in dieser Saison, aber eindeutig die bitterste. Alemannia unterlag den Sportfreunden Lotte mit 1:2. Eine Niederlage gegen den Tabellenführer und amtierenden Meister der Regionalliga kommt nicht überraschend, und doch war es ein unnötiger, schmerzhafter Rückschlag.

Die Mannschaft wurde für ihre Leidenschaft nicht belohnt, eher noch bestraft, weil sie am Ende nicht mit kühlem Herzen den einen Punkt bunkern, sondern siegen wollte. Das andere große Thema an diesem Nachmittag vor 7300 Zuschauern am Tivoli war Bastian Börner. Der 26-jährige Student für Wirtschaftsingenieurwesen war ohne Elfmeter nach Aachen gereist. Gleich drei strittige Szenen im Lotter Strafraum beurteilte er ohne Strafmaß.

„Die typische Handbewegung heute war weiterspielen“, wunderte sich nicht nur Peter Schubert. Der Trainer hatte die Mannschaft auch nach Robustheit aufgestellt, die letzte Woche etwas vermisst wurde. So kamen Armand Drevina und Sasa Strujic zu ihren ersten Einsätzen in der Startformation. Das Team hielt dagegen, ließ sich nicht den Schneid abknöpfen. Lektion verstanden. „Wir wollten uns nicht verstecken, wollten viel präsenter als in Essen sein. Das hat über weite Strecken sehr gut geklappt“ , fasste Sascha Marquet den Nachmittag zusammen. Die Hausherren kamen besser aus den Startlöchern.

Lotte brachte sich mit einem schlampigen Rückpass von Unzola früh in Not. Krasniqi spritzte dazwischen, umkurvte Keeper Fernandez, und schob fast von der Außenlinie den Ball aufs Tor. Nauber verhinderte auf der Torlinie den Treffer (4.). Der fiel dennoch in der Anfangsphase. Krasniqi brachte den ersten Eckball scharf vor das Tor. Marquet schmetterte den Ball aus drei Metern per Kopf ins Netz zum 1:0. „Das war nur noch Formsache“, grinste der Torschütze später. Die Aachener spielten aggressiv, rückten weit hinaus, verteidigten häufig knapp hinter der Mittelinie. „Da bleibt dir schon mal das Herz stehen“ , räumte Schubert ein. Der Mut zum Risiko wurde nicht bestraft, Lotte stellte vielmehr einen Rekord an Abseitsstellungen auf. Die Zeit der ersten Debatten begann. Dowidat wurde im Strafraum von Gorschlüter (30.) getroffen, Krasniqi von Nauber gefoult (34.). Die einzige Ausbeute: eine Gelbe Karte für den heftig reklamierenden Dowidat.

Lotte blieb ruhig, ließ sich auch nicht vom Pausenrückstand irritieren. „Wir wussten, dass unsere Stürmer deutliche Schnelligkeitsvorteile gegenüber den Aachener Abwehrspielern hatten. Wir wollten die drei Punkte“, urteilte der Ex-Aachener Sascha Herröder. Der Ausgleich fiel dann auf törichte Art. Alemannia ließ sich nach einem eigenen Freistoß auskontern. Schon in der ersten Halbzeit hatten die Sportfreunde bei einer ähnlichen Situation schnell umgeschaltet. Der Lerneffekt trat bei Aachen nicht ein. Amir Shapourzadeh spitzelte den Ball zum 1:1 ins Netz (53.). Die Aachener wollten gleich reagieren, aber sie wurden ungestüm, verloren die Ordnung. 20 Minuten wankte der Außenseiter bedenklich, wieder einmal hielt Torwart Löhe seine Mannschaft im Spiel, als er prächtig gegen Freiberger rettete (68.).

Die Aachener kämpften sich zurück, wurden wieder ein gleichwertiger Partner. Die Belohnung fiel aus. Der Ball flog Gorschlüter an die Hand (85.). „Angeschossen“, urteilte der Schiedsrichter am Tatort. „Es ist traurig, dass in strittigen Situationen nicht für Aachen gepfiffen wird“, wunderte sich Michael Lejan. Ein paar Sekunden später war das Schicksal besiegelt. Schumacher spielte ohne Not Kotuljac den Ball in die Füße. Der Neuzugang zog los, 30, 40, 50 Meter, um aus spitzen Winkel das 1:2 zu erzielen (86.). Alemannia ließ sich im eigenen Stadion auskontern. „Die Mannschaft hat sehr viel richtig gemacht, in der Summe haben wir uns in einigen Szenen aber einfach zu naiv angestellt“, urteilte Schubert am Ende des unbefriedigenden Tages.

Den Liveticker zum Nachlesen gibt´s hier.

Leserkommentare

Leserkommentare (52)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert