Mit Zuversicht in den fernen Osten

Von: Roman Sobierajski
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Hinter seinem Einsatz steht ein Fragezeichen: Kevin Kratz laboriert an einer Muskelverhärtung im Oberschenkel. Foto: imago/Hautnah

Aachen. Erik Meijer und Eric van der Luer müssten Aachens Trainer Peter Hyballa verraten können, wie man gegen Erzgebirge Aue bestehen kann: Beim letzten (und bislang einzigen) Sieg der Alemannia beim aktuellen Tabellenzweiten trugen sowohl der Sportdirektor als auch der Co-Trainer noch kurze Hosen und standen in der Mannschaft, die im Februar 2004 als Gewinner vom Platz ging.

Doch nicht nur das lässt die Schwarz-Gelben am Samstagmorgen mit Zuversicht die 600 Kilometer lange Busreise ans andere Ende der Republik antreten: „Es ist einfach eine Herausforderung, gegen eine Mannschaft zu gewinnen, die in der Tabelle zehn Punkte vor uns steht”, stellt sich Aachens Trainer der Aufgabe. „Wir spielen attraktiven Fußball, aber Attraktivität kommt auch über das Gewinnen”, doziert der 34-Jährige aus der Fußball-Philosophieschule. „Und in dem Punkt steht Aue eindeutig vor uns.”

Drei Punkte aus dem Erzgebirge zu entführen, gelang zuletzt noch in der Dritten Liga dem 1. FC Heidenheim unter Trainer Frank Schmidt Ende August 2009. Seitdem hat das Team von Rico Schmitt, der mit Peter Hyballa den A-Lizenz- und den Fußballlehrer-Lehrgang absolviert hat, vor eigenem Publikum die Bilanz von zwei Unentschieden und 19 Siegen hingelegt. Und während die Zweite Mannschaft der Alemannia am Samstag (14.30) beim Spiel gegen Rot-Weiß Essen im neuen Tivoli mit 3000 bis 4000 Zuschauern rechnen kann, werden die Profis am Sonntag gerade einmal von bislang 60 Getreuen unterstützt.

Feisthammel als „Sechser”?

Weiterer Knackpunkt: „Stamm-Sechser” Kevin Kratz leidet an einer Muskelverhärtung im Oberschenkel, ob er einsatzbereit ist, entscheidet sich beim Abschlusstraining am Samstag. Thomas Zdebel hat sich mit einer Zerrung im Oberschenkel ebenfalls in die Verletztenliste eingetragen, so dass wie schon in der Vorbereitung Tobias Feisthammel auf der Position vor der Viererkette stehen könnte.

Offensiv will und muss Aachens Trainer auf Benny Auer und Zoltan Stieber im Sturm vertrauen. „Wir haben die beiden so lange wie möglich spielen lassen und erst spät gewechselt. Man sieht also, dass wir in Babacar Gueye noch nicht so ein Vertrauen haben, in Juvhel Tsoumou und Henrik Ojamaa auch nicht. Von diesen Spielern muss im Training mehr kommen”, kritisierte der 34-Jährige.

„Namen interessieren uns nicht, sondern einfach nur die Leistung”, sagt Hyballa und untermauert diese Behauptung mit einer Personalie: Robert Wilschrey aus der zweiten Mannschaft gehört in Aue zum 18er-Kader der Alemannia. Dass der Aufsteiger aus dem tiefen Osten fast den Durchmarsch an die Spitze der Zweitliga-Tabelle geschafft hat, hält Aachens Coach nicht für einen Zufall: „Aue hat zwar keine großen Namen, aber die Mannschaft steht schnell im Block, schnell in der Ordnung. Die hauen den Ball nach vorn und marschieren dann.”
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