Mit dem letzten Aufgebot zu den launischen Münchner „Löwen”

Von: Klaus Schmidt
Letzte Aktualisierung:
Alemannia Aachen / Michael Krüger
Wenn Michael Krüger unterwegs ist auf den Fußballplätzen der Republik, um sich fortzubilden in Sachen kommende Gegner, dann will man weniger wissen über die sportliche Situation bei Alemannia Aachen. Foto: dpa

Aachen. Wenn Michael Krüger unterwegs ist auf den Fußballplätzen der Republik, um sich fortzubilden in Sachen kommende Gegner, dann will man weniger wissen über die sportliche Situation bei Alemannia Aachen.

Der Trainer wird dann meist angesprochen auf den schönen neuen Tivoli, solch ein Stadion hätten sie fast alle gerne in der 2. Liga. Am Mittwochabend nun war Krüger in Karlsruhe, der nächste Kontrahent - 1860 München - spielte dort, und im zugigen Wildpark war die Sehnsucht nach einer ähnlich schmucken Arena wie der in Aachen genau so ausgeprägt wie an den meisten anderen Standorten.

Krüger nahm darüber hinaus auch sportlich „verwertbare Eindrücke” mit. Doch in erster Linie gehe es darum, „dass wir uns auf uns konzentrieren”. Die „Löwen”, 0:2 in Karlsruhe geschlagen, geben Rätsel auf. „Sie gehören zu den Mannschaften, die sehr launisch sind”, sagt Krüger, Trainer-Kollege Ewald Lienen trat in den letzten drei Spielen mit drei verschiedenen Aufstellungen an, was die Berechenbarkeit für die Partie am Samstag in der Allianz Arena nicht erhöht.

Der Alemannia-Coach will nicht klagen, doch „personell pfeifen wir aus dem letzten Loch”. Stammkeeper Thorsten Stuckmann wird weiter mit Antibiotika behandelt und soll seinen Virus ausheilen, bevor er chronisch wird; David Hohs kommt zu seinem dritten Profi-Einsatz. Kevin Kratz steht nach Sperre zwar wieder zur Verfügung, dafür meldeten sich in dieser Woche Lukasz Szukala und Daniel Adlung vom Trainingsbetrieb ab - der Verteidiger mit Rückenproblemen, der Rechtsaußen wegen eines Magen-Darm-Virus. „Das mit Szukala lassen wir mal sein”, berichtete Krüger, während Adlung die Reise in den Süden antritt. Wieder zum Kader gehört Marco Höger aus der U23 von Eric van der Luer; Stürmer Daniel Engelbrecht schnupperte am Donnerstag erstmals ins Profi-Training hinein.

Die Intensität der Einheiten hat Michael Krüger nach dem 2:1 gegen Rot-Weiß Oberhausen „angezogen”. „Man kann auch in München bestehen”, sagt der Trainer, „auswärts fühlen wir uns nach wie vor ganz wohl.”

Die Bilanz gegen die „Sechziger” sei ja auch nicht so schlecht, beim 2:0 in der Hinrunde zeigte Alemannia eine der besten Saisonleistungen, und von den acht Gastspielen hat Aachen nur zwei verloren - allerdings auch noch keines gewonnen. „Wir wollen was mitnehmen”, sagt Michael Krüger. „Das wäre gut für die Rückreise.” Vor allem dann, wenn sie „lang und weit ist”.
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