Markus Daun - doppelt bestraft

Von: Klaus Schmidt
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Schmerz, lass´ nach: Markus Daun hat nicht die beste Saison erwischt. Foto: dpa

Ingolstadt/Aachen. Diese Saison nach der Rückkehr ins Alemannia-Trikot hatte sich Markus Daun anders vorgestellt. Über den Status eines Ergänzungsspielers ist der Offensivmann bislang nicht hinausgekommen, auch am Freitag beim FC Ingolstadt wurde er nur eingewechselt.

Und dann das: „Ich war schon darauf aus, den Gegner zum Fallen zu bringen, um eine Riesenchance zu verhindern.” In der Nachspielzeit war der Brasilianer Daniel unterwegs, Aachen drohte eine Niederlage - ehe Daun zum Foul ansetzte und, schlimmer noch als die Rote Karte, mit dem Bein im Rasen stecken blieb.

„Doppelt bestraft”, denn ein Kernspin am Samstag in der Kölner Mediapark-Klinik ergab einen Meniskusschaden und einen Teilabriss des Innenbandes im linken Knie. Am Dienstag wird „Dauni” erneut untersucht und „wahrscheinlich am Mittwoch operiert. Prognose: zwischen sechs und zehn Wochen Ausfall.

„Jetzt bin ich 28 und habe die erste große Verletzung meiner Karriere”: Schon kurz nach dem Rettungsversuch hatte Markus Daun „das Gefühl, dass das etwas Schlimmeres ist. Aber ich werde jetzt nicht rumjammern.”

Dieses 0:0 hinterließ wieder mal die Frage, ob Alemannia im wöchentlichen Wechsel mit zwei verschiedenen Mannschaften unterwegs ist. Auch Sportdirektor Andreas Bornemann hätte sich durchaus gefreut, „wenn wir das Spiel vor allem in der zweiten Halbzeit beruhigt hätten, statt schon bei den Abschlägen mit langen Bällen in den eigenen Rücken zu spielen”.

Diese Mannschaft findet erkennbar keine Balance zwischen herausragenden und allenfalls dürftigen Leistungsnachweisen. „Wenn wir wüssten, woran es liegt, dann würden wir das in 14 Tagen mit Jürgen Seeberger gelöst haben”, sagt der Manager und propagiert den „Weg der kleinen Schritte”. „Man kann es ja auch so sehen: Wir sind jetzt drei Spiele ungeschlagen. Und die Ausgeglichenheit der Liga lässt der Phantasie immer noch ein Fünkchen Hoffnung. Es bringt nichts, die große Keule rauszuholen.”

Mühsam nährt sich der Alemanne. „Unsere besten Spiele haben wir gemacht, wenn uns ein schnelles Tor gelungen ist und direkt Sicherheit da war. Wir haben ja die Spieler, die kombinieren können, aber dafür müssen wir auch von hinten herausspielen”, sagt Markus Daun.

Die Stimmungsschwankungen zwischen Euphorie und „zu schnell alles wieder schlecht reden” seien darüber hinaus nicht nur in der Öffentlichkeit, sondern „auch in der Mannschaft” feststellbar. „Wir dürfen nicht nach jedem 0:0 durchdrehen, aber auch nicht nach einem 6:2 daherkommen nach dem Motto: Wer will denn jetzt noch was von uns?”
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