Mark Flekken ist der erste Held des Jahres

Von: Klaus Schmidt
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Tsv Viktoria Alemannia
Der Held des Tages: Auf Alemannias neue Nummer 1, Mark Flekken, stürmen die Mitspieler nach dem gewonnen FVM-Pokalspiel zu. Foto: alba
Alemannia Jubel FVM-Pokal
Und Sekunden später liegt da unten ein Torhüter: Alemannias Jubeltraube auf Mark Flekken. Foto: Herbert Bucco

Köln. In seinen jungen Junioren-Jahren hatte Mark Flekken durchaus den einen oder anderen Elfmeter abgewehrt, doch seit seinem Wechsel zu Alemannia Aachen bekam der Torhüter die Handschuhe nicht mehr an den Ball. Ob in der U 17, U 19 oder U 23 – alle acht Duelle mit gegnerischen Schützen verlor Flekken. Als nun auch in der Verlängerung des Zweitrundenspiels um den FVM-Pokal bei Viktoria Köln keine Entscheidung gefallen war, schlug die große Stunde des Debütanten bei den Profis.

Der 19-Jährige parierte gegen Manuel Glowacz und Giovanni Federico und krönte damit eine „sehr souveräne“ Leistung, das hielt Trainer René van Eck ohne Übertreibung fest. 1:1 nach 120 Minuten, 4:1 vom Punkt aus – Alemannia bestand die erste Prüfung des Jahres und zog ins Viertelfinale ein.

„Am Ende zählt im Pokal nur, dass du eine Runde weiter bist“, sagte Timo Brauer. Nach dominanten ersten 30 Minuten mit schönen Chancen durch Heller, Leipertz und Drevina brachte Alemannia den ambitionierten Regionalligisten (mit bekannten Namen wie Federico, Voigt, Wunderlich, Kukielka, wie vereinbart aber ohne den Ex-Aachener Streit) durch Lockern der Zügel ins Spiel; vor allem Wilschrey und Herröder erlaubten sich ein paar „Bolzen“ zu viel.

„Wir haben Köln durch eigene Fehler kommen lassen“, das war auch dem neuen Kapitän Kai Schwertfeger nicht entgangen. „Daran müssen wir arbeiten, aber insgesamt können wir auf dieser Leistung aufbauen.“

Führung durch Marquet

Als Sascha Marquet mit einem Flachschuss zum 1:0 (56.) den Knoten gelöst zu haben schien und die rund 2000 Alemannia-Anhänger unter den 2838 Zuschauern noch jubelten, ignorierten die Profis die Mahnung von René van Eck: „Ich habe noch reingerufen: Bleibt konzentriert.“ Von wegen, am Ende einer Fehlerkette stocherte Bouhaddouz im Gegenzug den Ball zum Ausgleich über die Linie. Alemannia konnte sich in der Folge bei Mark Flekken bedanken, der gegen Federico und Wunderlich den Pokal-K.o. verhinderte – und dann im Elfmeterschießen zum Helden aufstieg.

„Ein Traum-Debüt. Ein super Gefühl, das ich immer noch nicht beschreiben kann“, sagte der junge Keeper, der sich nicht speziell auf ein Shoot-out vorbereitet hatte. „Das ist immer Glückssache, auch wenn man an bestimmten Abläufen beim Schützen erahnen kann, wohin er schießen wird.“ Den größten Druck verspürte Flekken, als die Entscheidung gefallen war und die Mannschaft auf ihm drauf lag. „Aber ich habe mich dabei nicht verletzt . . .“

Ein schlechtes Bild gaben zum wiederholten Mal rivalisierende Aachener Gruppierungen ab, die nach der Verlängerung die Konfrontation suchten. Stöcke flogen, die Polizei verhinderte eine Eskalation.

Alemannia: Flekken - Wilschrey, Schwertfeger, Herröder, Baumgärtel - Brauer, Leipertz, Drevina (102. Murakami) - Marquet, Heller (68. Thiele), Kefkir

Tore: 0:1 Marquet (56.), 1:1 Bouhaddouz (57.) Elfmeterschießen: 0:1 Brauer, 1:1 Wunderlich, 1:2 Schwertfeger, Glowacz scheitert an Flekken, 1:3 Kefkir, Federico scheitert an Flekken, 1:4 Baumgärtel

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