Marcus Hoffmann verlässt Alemannia

Von: Christoph Pauli
Letzte Aktualisierung:
10277529.jpg
Abschied von einem Leistungsträger: Marcus Hoffmann verlässt den Tivoli. Foto: sport/Team 2

Aachen. Offiziell läuft der Vertrag von Marcus Hoffmann am Tivoli noch bis Ende Juni, doch Alemannias Leistungsträger wird nicht mehr im Aachener Trikot auflaufen. Der Innenverteidiger hat beim Regionalligisten „aus familiären Gründen“ abgesagt.

Der 27-Jährige möchte wieder in der Nähe seiner Familie leben, die sich in Berlin aufhält. Einen neuen Vertrag hat Hoffmann noch nicht unterschrieben, heißt es aus seinem Umfeld. Es lockt wohl Drittligist Hansa Rostock mit einem Engagement. „Mir ist die Entscheidung nicht leicht gefallen“, wird Hoffmann auf der Klub-Homepage zitiert.

Für Alemannias neuen Manager Alexander Klitzpera ist das ein erster großer Rückschlag bei seinen Kaderplanungen. Er hatte dem Publikumsliebling ein Angebot für mehrere Jahre unterbreitet, Hoffmann sollte einer der Stützpfeiler der neuen Mannschaft werden.

„Es ist doch klar, dass man Spieler mit dieser Leistungsstärke halten will“, sagt Klitzpera, selbst ein ehemaliger Innenverteidiger. „Aber ich finde es positiv aus Sicht Alemannias, dass wir nur einen Spieler verlieren, den wir halten wollen.“ Von den Stammspielern verlässt neben Michael Lejan zwar auch Kevin Behrens (bei RW Essen im Gespräch) den Klub. Der hatte ein Angebot zunächst abgelehnt, später waren die entsprechenden Kaderplätze dann belegt.

Danke Hoffi für geile 1 1/2 Jahre!! Du bist in einer ganz schweren Situation zu uns gekommen und hast uns unfassbar doll...

Posted by Frederic Löhe on Montag, 15. Juni 2015

 

Klitzpera sagt, er sei vorbereitet auf einen Abgang des torgefährlichen Verteidigers. „Wir verfolgen immer auch einen Plan B.“ Die Verhandlungen laufen, eine Zusage mindestens eines erfahrenen  Innenverteidigers soll bis zum Trainingsauftakt am Samstag unter Dach und Fach sein. Bis dahin werde auch der Co-Trainer feststehen, der seinen Vertrag bei seinem aktuellen Verein noch auflösen muss.

Auch der neue Trainer Christian Benbennek bedauert den Weggang des resoluten Abwehrchefs. „Da fehlt erst einmal eine Säule.“ Trainer und Spieler waren in den letzten Wochen in einem intensiven Austausch. „Ich habe eine große Wertschätzung für ihn. Die Dinge sind vollkommen sauber gelaufen, und ich kann es nachvollziehen, dass er den nächsten Schritt machen will.“ Bei Alemannia suchen sie nun einen wichtigen Spieler, der Hoffmann auf dem Platz und in der Kabine ersetzen kann. Die Rekord-Abwehr der letzten Spielzeit muss zur Hälfte erneuert werden. „Es wird wichtig sein, dass wir uns schnell einspielen“, sagt Benbennek.

Leserkommentare

Leserkommentare (4)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert