Lehmann: „Wir werden nicht ins offene Messer laufen”

Von: Roman Sobierajski
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Aachen. Kaum zwei Wochen ist der überzeugende Auftritt von Alemannia Aachen in Koblenz her.

Die Mannschaft dominierte den Gegner, ließ offensiv fast nichts zu, nutzte die sich bietenden eigenen Chancen eiskalt. Eine Visitenkarte, die die Seeberger-Elf zum Ende der Saison häufig abgegeben hat. „Das Spiel wird ein ganz anderes werden”, prophezeit Kapitän Matthias Lehmann. „Osnabrück kämpft gegen den Abstieg, ist dringend auf drei Punkte angewiesen. Aber wir werden ihnen nicht den Gefallen tun, ins offene Messer zu laufen.”

Geduldig abwarten, bis sich die Chancen bieten - das ist eine weitere Qualität, die die Mannschaft in den letzten Wochen entwickelt hat. „Wir stehen kompakt und haben genau die richtige Mischung zwischen defensiv und offensiv gefunden, und wir wissen, dass wir nach vorne gefährlich sind und unsere Chancen bekommen”, bestätigt auch der 25-Jährige, der in den letzten Wochen vor allem durch defensive Aktionen glänzte, aber auch zum Torerfolg kam. „Ich hatte auch zuvor genug Chancen und hätte eigentlich zwei, drei Tore mehr auf dem Konto haben müssen”, erinnert sich „Matze” Lehmann an die Zeit, als sich alle Torhüter der Zweiten Liga gegen ihn verschworen hatten.

16 Punkte aus sechs Spielen - bietet das Anlass noch von Höherem zu träumen nach einer Saison, die bereits sang- und klanglos ihrem Ende zutrudelte? „Wenn wir noch zehn Punkte aus den letzten vier Spielen holen, dann haben wir eine Chance, um den Aufstieg ein Wörtchen mitzureden”, lehnt sich der Kapitän nur leicht aus dem Fenster. „Aber wenn wir nicht gegen Osnabrück gewinnen, brauchen wir darüber überhaupt nicht mehr nachzudenken.”

Die Mannschaft hat sich gefangen und gefunden, der Kapitän steht wieder auf der Brücke, gibt es unter diesen Vorzeichen für Matthias Lehmann, dessen Vertrag Ende Juni ausläuft, noch eine Zukunft am neuen Tivoli?

„Grundsätzlich habe ich mein Interesse, in Aachen zu bleiben, ja bereits signalisiert”, erklärt der 25-Jährige. „Aber bislang hat es noch keine Gespräche gegeben, weder mit der Alemannia, noch mit anderen Vereinen.” Noch vier Spiele bis zum Saisonfinale, noch etwas mehr als 50 Tage bis zum Vertragsende: „Ist doch klar, dass ich nicht ausschließlich darauf warte, dass die Alemannia endlich auf mich zukommt und man sich auch anderweitig nach interessanten Angeboten umsieht.”

Markus Daun steht nach überstandener Knieverletzung wieder im Kader, Szilard Nemeth laboriert noch an seiner Zerrung.
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