Aachen - Krüger „deutlich stärker in der Präsentation”

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Krüger „deutlich stärker in der Präsentation”

Von: Christoph Pauli
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Kurz nach Mitternacht hat Alemannias Manager Andreas Bornemann die entscheidenden Gespräche geführt. Der eine bekam eine Zusage, der andere eine Absage. Favorit Peter Vollmann reist als Ex-Trainerkandidat zurück nach Norddeutschland, während Michael Krüger heute Morgen um 9.30 Uhr zur Einkleidung gebeten wurde.

Der 55-Jährige erhält einen Vertrag bis Mitte 2011. Sein Co-Trainer ist wie schon zu Braunschweiger Zeiten Willi Kronhardt, der sich praktischerweise dem Verein schon im Sommer angeschlossen hatte.

Der Verein ist an Höhepunkten nicht arm: Erst im Frühjahr war eine turbulente Jahreshauptversammlung, die sich mancher Fan als Mitschnitt gewünscht hätte, abgebrochen worden. Und auch der Montagabend dürfte einen festen Platz im Alemannia-Archiv finden. Zwei Kandidaten und ihre „Entdecker”, Manager Andreas Bornemann und Geschäftsführer Frithjof Kraemer, trafen sich mit dem Aufsichtsrat im Gebäude der Aseag. Zum Casting.

„Wir hatten zwei Kandidaten nahezu auf Augenhöhe. Aus unserer Sicht hatte Peter Vollmann einen minimalen Vorsprung”, erläuterte Bornemann am frühen Morgen. Es ging vermutlich turbulent zu, denn nicht alle Räte waren mit der Vorauswahl zufrieden. „Namen würden schon helfen”, bekamen die Verantwortlichen zu hören. So skizzierten sie noch einmal den Verlauf der wochenlangen Fahndung. Mit all den finanziellen Zwängen, dokumentierten noch einmal, dass die Funkels, Heckings oder Slomkas derzeit für Aufgaben im Unterhaus nicht zu haben sind.

Bornemann hatte die aktuellen Bundesliga-Trends bei seiner Recherche aufgegriffen. Derzeit setzen die Klubs entweder auf junge Wilde, die die Chance beherzt ergreifen wie das gerade Michael Oenning in Nürnberg oder Thomas Tuchel in Mainz machen. Das Angebot ging an Mike Büskens. Doch der habe sich durch sein „zögerliches Verhalten” selbst aus dem Kreis katapultiert.

Der andere Trend sind erfahrene Trainer wie Louis van Gaal oder Jupp Heynckes, die gerade wieder groß in Mode sind. Als Vertreter der Kategorie wurden eben Vollmann und Krüger eingeladen. Die Vorstellung hatte einen klaren Sieger: „Michael Krüger hat deutlich gepunktet”, sagte auch Bornemann. Die Kandidaten wurden ins Hotel gebracht, während die Männerriege noch einmal die Eindrücke überprüfte. Nach fast fünf Stunden entschieden sich Bornemann und Kraemer gegen den anfänglichen Favoriten Vollmann.

Den Zuschlag bekam Krüger. „Er war deutlich stärker in der Präsentation.” Kommunikationsfähigkeit nach innen und außen war eine der Anforderungen. „Wir haben einen Trainer gesucht, der eine Mannschaft führen kann, der den Nachweis gebracht hat, aus den vorhandenen Möglichkeiten das Beste zu machen”, sagt Bornemann. Dass die etwas kühne Personalie an ihm hängenbleibt, ist ihm klar. „Das gilt auch bei einem großen, mittleren oder kleinen Namen: Verantwortlich ist der Sportdirektor.”
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