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Kommentiert: Verein ohne Perspektive

Ein Kommentar von Christoph Pauli

Vor drei Jahren war Alemannia Aachen mit einer guten Fortführungsprognose als therapiert aus der Insolvenz entlassen worden. Es ist dann anders gekommen, weil der Verein erneut über seine Verhältnisse gelebt hat. Die Summen, um die es diesmal geht, sind im Vergleich eher klein. Aber die Perspektive fehlt.

Tausende Fans, dutzende Sponsoren haben sich ermüdet von Alemannia Aachen abgewendet. Der Verein war vor noch nicht allzu langer Zeit die größte Emotionstankstelle in der Region. Inzwischen hat sich weitgehend Lethargie ausgebreitet. Der Verein droht von der Landkarte der deutschen Profi-Klubs zu verschwinden. Ein anderer Traditionsverein – Kickers Offenbach – hat im letzten Jahr ebenfalls seinen zweiten Insolvenzantrag gestellt, nachdem das Geschäftsjahr mit einem Minus von 1,1 Millionen Euro beendet wurde.

Der Antrag des Regionalligisten wurde ein paar Monate später zurückgezogen, weil sich Verein, Fans und Sponsoren erfolgreich dagegen stemmten. Eine Region verhinderte gemeinsam, dass ein Regionalligist unterging. In Aachen ist so eine Aufbruchstimmung nicht erkennbar.

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