Aachen - Kilic nervt die Debatte um die Millionen

Kilic nervt die Debatte um die Millionen

Von: Christoph Pauli
Letzte Aktualisierung:
Kilic
Alemannia-Coach Fuat Kilic würde lieber wieder auf die Jagd nach drei Punkten, als auf die Suche nach dem mysteriösen Spender gehen. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Fehlende Termine hat die Gruppe um Horst Rambau ja oft beklagt in der Vergangenheit. Immer ging es darum, dass niemand mit den Kurz-Kandidaten für Alemannias Präsidium sprechen wollte. Und so zog sich das Quintett rekordverdächtig schnell wieder zurück, um dem staunenden Publikum beim Abgang mitzuteilen, dass man einen Zwei-Millionen-Euro-Spender an der Hand gehabt hätte.

Nach Lage der Dinge hat dieser unbekannte Gönner nun keine Lust mehr am Verein, so hat es das verbliebene Präsidiumsteam Anfang der Woche von Dirk Trampen aus dem Team Rambau erfahren. Andere Quellen gibt es nicht, nur das Ex-Team verfügt laut eigener Auskunft über den Kontakt.

Noch einer hat Terminprobleme mit der „Millionen-Gruppe“ um Rambau. Der ehemalige Aufsichtsrat hatte Insolvenzverwalter Christoph Niering ebenfalls ein Desinteresse an Gesprächen öffentlich vorgehalten. Schließlich kamen sich die Herren zumindest schriftlich etwas näher. Rambau bot zwei Gesprächstermine an. Niering hatte den Termin für den Mittwoch angenommen, um bald darauf eine Absage zu erhalten.

Rambau konnte dann doch nicht den selbst vorgeschlagenen Termin wahrnehmen, berichtet der Insolvenzverwalter. Am Alternativtermin 6. September hat Niering andere Pläne und abgesagt. Trampen hatte bei einer Versammlung der Fan-IG diesen Termin als bereits fix mitgeteilt.

So geht die Suche weiter, Niering möchte möglichst noch vor der Jahreshauptversammlung am 5. September mit Rambau sprechen und sucht den Kontakt, weil er sich nicht nachlassen sagen wolle, er habe sich einem Gespräch entzogen. Dass mit dem Rückzug des vermeintlichen Spenders die Gesprächsgrundlage fehlen könnte, ficht Niering nicht an. „Ich möchte die Informationen aus erster Hand erhalten.“

Genervt von der Posse am Tivoli reagiert Fuat Kilic. Alemannias Trainer will keine Partei ergreifen, aber das öffentliche Schauspiel verfolgt er eher besorgt. Kilic treibt um, welche Grabenkämpfe drohen, wenn der Insolvenzverwalter eines nicht mehr so fernen Tages von Bord gegangen ist. Der 44-Jährige lobt Christoph Niering, obwohl der ihm den Etat vor der Saison massiv zusammengestrichen hat. „Ich habe nur seriöse Erfahrungen mit ihm gemacht, er versucht, dem Verein zu helfen, ist für Argumente immer offen.“

Auf die Millionenofferte angesprochen, reagierte Kilic etwas überrascht. „Wir sind in der Insolvenz, haben den Etat zusammenstreichen müssen, haben immer noch keinen Hauptsponsor.“ Kilic nerven solche Debatten, die Alemannia aus seiner Sicht eher schaden. „Ich würde es mir wünschen, dass die Personen, die ein Amt bekleiden wollen, mehr miteinander statt übereinander reden. Das Ziel muss es doch sein, alle Kräfte zu bündeln und nicht sich selbst zu profilieren.“

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