Kevin Behrens: „Rein wie immer und dann hochgeschraubt“

Von: Klaus Schmidt
Letzte Aktualisierung:
9426933.jpg
Applaus, Applaus: Kevin Behrens (rechts), Bastian Müller und Publikum. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Als es darum ging, die Uhr runterlaufen zu lassen, tat Peter Schubert das, was auch in der Kreisliga üblich ist: Er holte den Mann vom Platz, der den weitesten Weg zurücklegen musste. Und die Geschichte wurde deshalb so schön rund, weil sie dem spielentscheidenden Mann eine ordentliche Dusche unter Applaus verschuf.

„Ich war auf alles eingestellt“, sagte Kevin Behrens später, auch darauf, gar nicht zur Startelf zu gehören. Erst eine halbe Stunde vor Anpfiff hatte er Gewissheit, dabei zu sein, für den Chefcoach war das schon am Freitag klar „nach einer guten Trainingswoche“. Am Ende durfte Behrens erzählen von der „Freude“, von diesem „unbeschreiblichen Gefühl“, zum ersten Mal vor solcher Kulisse aufzulaufen. „Das genießt man einfach.“

Der gebürtige Bremer, seit vergangenem Dienstag 24 Jahre alt, war der größte Störenfried für RWE. Vor dem 1:0 lief er „rein wie immer, ich habe mich hochgeschraubt, ein bisschen Glück gehört auch dazu. Ich habe viel gearbeitet, bin belohnt worden. Aber ohne das Team bin ich nichts.“

Die Anspannung vor dem Spiel – für Kevin Behrens „eher vor Freude als wegen Nervosität. Wenn es losgeht, blendet man das aus und konzentriert sich aufs Spiel.“ Sein viertes Tor war „das bislang wichtigste in dieser Saison“; mit den Treffern gegen den 1. FC Köln II (2:2), Uerdingen und Bochum II (jeweils 2:1) hat Behrens seinem Team insgesamt schon sieben Punkte gesichert. Andererseits blieben viele Chancen liegen, Peter Schuberts Kritik fiel auch deshalb nüchtern aus. „Ich war mit Kevin zufrieden. Er ist den Gegner immer wieder angelaufen und darf das am Freitag in Düsseldorf wieder abrufen.“ Es gehe nun um „Konstanz dieser Qualität auf Strecke in den nächsten 14 Spielen. Dann hat Kevin auch den nächsten Schritt für sich gemacht.“

Bevor er mit der Familie essen ging, dachte Behrens noch mal an die vollen Straßen Richtung Tivoli am Tag des Rekordspiels. „Ich hoffe, dass die Zuschauerzahl jetzt über einen längeren Zeitraum steigt. Wenn wir weiter siegen, sind unsere Fans schwer zu bremsen.“ Der Mann ist auf alles eingestellt.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert