Kein Comeback: „Heini” hört auf

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Reiner Plaßhenrich / Heini
Aachens ehemaliger Kapitän Reiner Plaßhenrich. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Reiner „Heini” Plaßhenrich hängt die Fußballschuhe an den Nagel. Das hat Alemannia Aachen soeben mitgeteilt. Der defensive Mittelfeldspieler habe seinen Comeback-Versuch abgebrochen.

„Es hat sehr viel Spaß gemacht, wieder auf dem Fußballplatz zu stehen und mit der Mannschaft zu trainieren. Aber nach vier Wochen muss ich ganz ehrlich sagen, dass die Schmerzen zu groß wurden. Das Knie war wieder dick”, sagt Plaßhenrich im Interview mit dem Tivoli Echo zum Heimspiel gegen Fürth.

Nach sechs Knie-Operationen, darunter zwei Knorpeltransplantationen, habe beim unbändigen Arbeiter Plaßhenrich der Kopf über das Herz gesiegt, so der Verein. Damit verabschiedet sich ein Spieler, der mit seinem Willen Berge versetzen konnte. „Die Ärzte haben mir schon immer geraten, aufzuhören. Ich habe immer gesagt, dass ich so lange kämpfe, bis es nicht mehr geht. Jetzt muss ich einsehen, dass es keinen Sinn mehr hat. Das Knie macht die Belastung nach diesen sechs Operationen einfach nicht mehr mit. Ich musste das Herz für Alemannia ausschalten und meinen Verstand benutzen,” sagte Plaßhenrich, dessen lange Krankengeschichte mit einem Kreuzbandriss 2002 begann.

Der Profi bestritt insgesamt 137 Zweitligaspiele (8 Tore) für die SpVgg Greuther Fürth, den VfB Lübeck und Aachen, wo er seit 2004 unter Vertrag steht. Zudem absolvierte er in der Saison 2006/2007 für die Alemannia 18 Erstliga-Spiele (3 Tore). „Das Knie ist zu gut Deutsch Matsche. Es macht keinen Sinn, ich möchte nicht mit 35 Jahren ein künstliches Kniegelenk eingesetzt bekommen”, sagte Plaßhenrich, der vom 1. Juli an ein Praktikum auf der Alemannia-Geschäftsstelle absolvieren will.

Beim letzten Saison-Heimspiel am 9. Mai gegen den MSV Duisburg wird der Spieler offiziell verabschiedet.
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