Siegen - Jeder Schuss ein Treffer: Schwache Aachener unterliegen Erndtebrück

Jeder Schuss ein Treffer: Schwache Aachener unterliegen Erndtebrück

Von: Christoph Pauli
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Im Siegener Leimbachstadion reichten den Gastgebern des TuS Erndtebrück zwei Chancen zum 2:0-Erfolg gegen die Alemannia. Foto: Jerome Gras

Siegen. Der Gegner erteilte durchaus anschaulich eine Lektion in der Kategorie Effektivität. Die jeweils letzte Minute jeder Halbzeit nutzte der Turn- und Sportverein Erndtebrück zu einem Torschuss. Die lange Zeit dazwischen verteidigte der Aufsteiger aufopferungsvoll. Die beiden einzigen Torschüsse reichten zum 2:0 über Alemannia Aachen.

Für die Gäste war es die größte Enttäuschung seit vielen Monaten. Nach dem Spiel gab es seit langer Zeit erstmals wieder Fan-Kritik an den Verlierern. Seit mehr als drei Stunden sind die Aachener auf vergeblicher Torsuche. Letztlich kassierten sie nicht einmal unverdient die zweite Saisonniederlage gegen den Außenseiter.

„Das ist sehr schwer zu verkraften“, verließ Fuat Kilic angefressen das Siegener Leimbachstadion. Dorthin war die Partie aus Sicherheitsgründen verlegt worden. Viel Resonanz fand die Regionalliga-Partie nicht, für die Aachener war es zahlenmäßig wieder ein Heimspiel.

Die feldüberlegenenen Gäste näherten sich der Führung zunächst mit Eckbällen. Den ersten köpfte Junior Torunarigha vorbei, beim nächsten Versuch scheiterte Innenverteidiger Damaschek an Timo Bäcker (15./17.). Der Torhüter hatte die meisten Ballkontakte beim Aufsteiger, immer wieder war er Adressat von Rückpässen. Die Aachener versäumten es, die Gastgeber noch früher zu attackieren, obwohl Erndtebrück erkennbare Schwächen beim Aufbauspiel hatte.

Mike Kühnel war auf sein erstes Saisontor aus. Seinen Fernschuss schnappte sich Bäcker im zweiten Anlauf (45.). Dann köpfte Kühnel eine präzise Winter-Flanke aus sieben Mietern auf das Tor und fand wieder seinen Meister im Torwart (43.). Es war die beste Gelegenheit im ganzen Spiel. „Uns hat erneut die Durchschlagskraft gefehlt", urteilte Kapitän Nils Winter. „So ein Spiel muss man zwingend gewinnen.“ 

In der Tat war es 45 Minuten lang eines der einseitigsten Spiele seit dem großen Mammutsterben. „Wir haben große Probleme gehabt, die Aachener zu stellen“, atmete Trainer Florian Schnorrenberg später auf. Mark Depta erlebte unfassbar langweilige Minuten, erst mit dem Halbzeitpfiff schoss der Turn- und Sportverein erstmals auf sein Tor.

Aachens Torwart faustete den Ball von Xhuljo Tabaku weg, den Abpraller kullerte Heller zum 1:0 ein (45.). Ein Versuch, ein Treffer, das Spiel war auf den Kopf gestellt. Ironischer hätte die Halbzeit aus Alemannia-Sicht nicht zu Ende gehen können.

45 Minuten verblieben, aber die Aachener nutzten sie nicht. Die Verunsicherung breitete sich minütlich weiter aus. Kilic wechselte noch ein paar andere Stürmer ein, aber zupackender wurde das Spiel nicht. Die einzig nennenswerte Ausbeute war ein Fernschuss von Emre Yesilova, der vor das Knie von Torwart Bäcker flatterte (53.).

Torunarigha hätte noch von einem krassen Fehlpass seines Gegenspielers profitieren können, der Angreifer hatte aber erkennbar seine Stürmerfüße an diesem Tag nicht richtig justiert (55.). Der Aachener Aufwand war durchaus achtbar, aber ein druckvolles Spiel kam dabei nicht mehr heraus.

Die junge Mannschaft verkrampfte, die Fehlerquote wurde immer höher. Nach einer Standardsituation köpfte Stefan Valentini schließlich in der Schlussminute noch das 2:0. „Die machen aus zwei Chancen zwei Tore, bei uns herrscht wieder Torflaute, das ist der Unterschied“, war der auffällige Tobias Mohr  bedient. „Wir schaffen es nicht, uns zu belohnen.“

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