Hyballa dementiert die „Scheiß-Ossis”

Von: pa
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Schrei vor Enttäuschung: Alper Uludag fehlt Aachen die nächsten drei Monate. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Am Ende einer Dienstreise standen Vorwürfe im Raum. Alemannia verliert bei Erzgebirge Aue mit 1:2, die Nachricht ist gesichert. Nach Spielende kamen Beschwerden auf. Zwei Spieler vom Tabellenführer - Männel und Hensel - warfen vor TV-Kameras Aachens Peter Hyballa einen vermeintlichen Satz aus einer Kabinen-Ansprache vor.

„Die Scheiß-Ossis hauen wir weg.” Das wäre allerdings ein abrupter Stimmungswechsel beim Aachener Coach, der sich im Vorfeld der Partie ausgesprochen lobend und respektvoll über den Aufsteiger geäußert hatte.

„Eine unglaubliche und falsche Behauptung”

Das Dementi des 34-Jährigen kam am Montag jedenfalls mit Wucht daher. Nicht nur, dass Kabinenansprachen prinzipiell nicht für die Öffentlichkeit bestimmt seien. Auch inhaltlich widersprach er der Aussage: „Das ist eine unglaubliche und falsche Behauptung.”

Hyballa ärgert sich, dass ein solcher Ost-West-Konflikt zur Motivationssteigerung konstruiert worden sei. „Die sollen mal schön den Mund halten, ich hätte auch Einiges zu erzählen. Aber damit fange ich jetzt nicht an.” Aus der Aachener Delegation gab es Vorwürfe, dass die dunkelhäutigen Spieler nicht nur ausgepfiffen, sondern auch rassistisch vom Publikum beleidigt worden seien.

So endete der Ausflug in den wilden Osten durchaus unerquicklich, und auch der Verlauf der Partie besänftigte den Trainer nicht sonderlich. Immerhin: „Man hat erkennen können, wer ein Typ ist und sich auch in so einer Atmosphäre wehrt.” Das Lob ging in die Richtung junger Spieler wie Feisthammel, Höger, Hohs und Junglas.

Ein anderer junger Spieler wird Hyballa in diesem Jahr nicht mehr zur Verfügung stehen. Alper Uludag hat sich einen Riss des vorderen Syndesmosebandes zugezogen. Der Mittelfeldspieler war auf dem Weg zur Abfahrt nach Aue umgeknickt. Er wird heute morgen operiert und fällt voraussichtlich drei Monate aus.

„Absolute Scheiße”, kommentierte Sportdirektor Erik Meijer die Nachricht. „Ich dachte, wir hätten den Giftbecher letzte Saison ausgetrunken, aber es geht einfach weiter.” Auch Hyballa trifft der Ausfall des türkischen U21-Nationalspielers hart. „Das ist eine kleine Katastrophe für uns. Alper war sehr gut drauf und hat sich zu einem ganz wichtigen Mittelfeldspieler für uns entwickelt.”

Auch Thomas Stehle weilte am Montag zur Untersuchung in Köln. Der Innenverteidiger, der am Samstag gegen Augsburg wegen der 5. Gelben Karte ohnehin gesperrt ist, hat sich eine Oberschenkelzerrung zugezogen. Dafür kehren Thomas Zdebel und Kevin Kratz in den Mini-Kader zurück.

Uwe Rapolder neuer Trainer des Karlsruher SC

Fußball-Zweitligist Karlsruher SC präsentierte Uwe Rapolder als neuen Cheftrainer, der einen Vertrag bis zum Saisonende ohne Verlängerungs-Optionen abschloss. „Ich betrachte das als klaren Auftrag, die Klasse zu erhalten.” Rapolder ist der Nachfolger von Markus Schupp, der vor drei Wochen freigestellt worden war.

Als erste Amtshandlung vor dem Heimspiel gegen Rot-Weiß Oberhausen kündigte der zuletzt bei der TuS Koblenz tätige Coach an, von Dienstag bis Donnerstag ein Kurz-Trainingslager zu beziehen, um „bis zur Winterpause noch den einen oder anderen Punkt holen.” Der KSC ist seit acht Begegnungen sieglos und Tabellen-16.
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