Hecking streicht sich von Kandidatenliste

Von: Christoph Pauli
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Nur ein Archivbild: Dieter Hecking wird nicht zur Alemannia zurückkehren. Foto: imago/Simon

Hannover. Auf den kleinen Sportplatz in Kreuzriehe strömten fast 200 Zuschauer. Gegeben wurde ein Spiel der Ü40, Alte Herren standen sich da am Dienstag gegenüber. Auf der einen Seite die SG Riehe-Bad-Nenndorf auf der anderen Seite Hannover 96. Gleich drei Zeitungen waren beim kleinen Dorffest vertreten, die Partie hatte ein bisschen Brisanz bekommen, weil Dieter Hecking auf seinen alten Verein traf.

Hecking ist noch beim Bundesligisten beschäftigt, arbeitet nach seinem Rücktritt aber nicht mehr bei den Niedersachsen. Das Spiel vor stattlicher Kulisse endete 3:2 für 96, Hecking lief mit leichter Zerrung auf und vergab zwei großkalibrige Chancen.

Mit seinem ehemaligen Vereinen kommt Hecking in dieser Woche regelmäßig in Kontakt. Der Aufstiegstrainer galt nach Informationen dieser Zeitung als Wunschkandidat von Alemannia Aachen, mit ihm erlebte der Verein nicht nur sportlich eine gute Zeit. Eine solche Autorität hätte dem Zweitligisten wieder gut getan, doch Hecking winkt ab. „Ich stehe nicht zur Verfügung”, sagte er am Donnerstag auf Anfrage. Nach 101 Spielen im Oberhaus hofft er auf eine weitere Chance in der Bundesliga. „Für dieses Ziel habe ich neun Jahre gearbeitet”, sagt er.

Schon in den vergangenen Jahren wurde Hecking bei etablierten Bundesligisten wie Hamburg oder Köln gehandelt. Seine Arbeit in der Branche hoch geschätzt wird.

Aachens Manager Bornemann, der unverändert noch keine Gespräche geführt hat, sagt: „Das ist schade, aber nicht zu ändern.”

Hecking wurde in den laufenden Trainer-Charts in den Fanforen als Top-Kandidat geführt - und fällt nun aus dem Ranking auf eigenen Wunsch wieder raus.

Ob er in Aachen nicht hätte nur verlieren können? „Das hätte mich nicht geschreckt. Im Gegenteil, es wäre die große Herausforderung gewesen, den Aufstieg ein zweites Mal zu schaffen”, sagt er.

So hat sich der erste Trainer von der Kandidatenliste von Andreas Bornemann selbst gestrichen. Die Fahndung geht weiter. Friedhelm Funkel steht auf dem Zettel, vermutlich sogar weit oben. Der Coach, der mehrfach in die 2. Liga aufgestiegen, steht noch bis zum Ende der Saison bei Eintracht Frankfurt auf einer anderen Liste, der Lohnliste. Bei den Hessen hat Funkel ein gesichertes Einkommen, dem Vernehmen nach bekommt er ein siebenstelliges Gehalt, profitiert unverändert von den Eintracht-Siegen.

„Wir können kein Erstliga-Gehalt zahlen, die Bezahlbarkeit ist natürlich auch ein Kriterium für uns”, sagt Listenführer Bornemann. Sein Katalog steht, die Gespräche laufen nun an. Im Idealfall sitzt der „Neue” beim Heimspiel in einer Woche gegen 1860 München auf der Bank. Wie er heißen wird? Bornemann nennt keine Namen. Karlsruhes Ede Becker könnte ein Thema sein, ebenso Michael Krüger, ehemals 2.-Liga-Trainer in Braunschweig, Rudi Bommer oder - die Frage ist nicht beantwortet.
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