Hallencup: Nimmt die Alemannia Revanche?

Von: Helga Raue
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Die Auslosung des 30. Hallencups wird von den Klub-Vertretern mit Spannung verfolgt. Auf den Podium: Glücksfee Heike Brech (von links), Andreas Kreitz, Gebietsdirektor der Sparkasse Aachen, Klaus Pastor sowie Nina Bergstein und Tilo Busch vom Hallencup-Organisationsteam. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Als das Los aus dem Topf gezogen wurde, lachten alle herzhaft. Wie bei der Auslosung zur WM – da steht der Hallencup der Sparkasse in nichts nach – stand mit Alemannia Aachen der klassenhöchste Klub am Gruppenkopf. Erster Gegner ist ausgerechnet Inde Hahn, das die Alemannen in Runde 1 des FVM-Pokals geschlagen nach Hause schickte.

„Wir werden versuchen, es diesmal besser zu machen“, verspricht Aachens Cheftrainer Peter Schubert. Denn nicht Alemannias U 23 wird wie gewohnt in der Halle Neuköllner Straße auflaufen, sondern in Absprache mit U 23-Coach Sven Schaffrath, der verantwortlich „an der Seitenlinie“ stehen soll, wird Schubert zur 30. Hallencup-Auflage ein gemischtes Team aus erster und zweiter Mannschaft schicken.

„In der Halle ist alles möglich“

„Tendenziell werden es eher die jungen Spieler sein – und die, von denen wir glauben, dass ihnen die Halle liegt“, sagt Schubert augenzwinkernd. Gemeinsam – Mittelrheinligist Aachen II schied bei den letzten beiden Auflagen nach dem Vorrundenfinale aus – will die Alemannia diesmal den Einzug in die Endrunde am Samstag, 4. Januar 2014, schaffen. „In der Halle ist alles möglich, das ist eine eigene Geschichte, wie auch der Pokal. Jede Mannschaft, gleich aus welcher Liga, hat exzellente Hallenspieler. Das wird auf jeden Fall eine spannende Sache.“ Und vielleicht glückt die Revanche . . .

Der Hallencup darf sich somit auch bei seiner 30. Auflage rühmen, dass die besten Teams aus der Region um die Krone spielen. Die setzte sich bei der 29. Endrunde der FC Wegberg-Beeck, aktuell erst zwei Mal geschlagener Tabellenführer der Mittelrheinliga, auf. „Als Titelverteidiger wäre es schön, dieses Turnier erneut zu gewinnen“, sagt FC-Coach Friedel Henßen. Und er weiß, dass er einen Kader hat, in dem sich einige hervorragende Hallenspieler befinden. Die Teilnahme der Beecker darf getrost als Wertschätzung für den Hallencup aufgefasst werden. Sagte der Klub aus dem Waldstadion doch bis zum vorletzten Jahr regelmäßig ab.

Die Vorrundengruppe A am 27. Dezember in Heinsberg sollte für den Titelverteidiger mit den beiden Bezirksligisten Waldfeucht-Bocket und Kückhoven keine unüberwindbare Hürde sein, im Vorrundenfinale wird man dann wohl auf einen der beiden Landesligisten Germania Teveren oder TuS Rheinland Dremmen stoßen.

Wird es in Düren erneut ein Vorrundenfinale Viktoria Arnoldsweiler gegen Borussia Freialdenhoven geben? Die beiden Mittelrheinligisten stellen erneut beim zweiten Turnier am 30. Dezember in Düren die beiden Gruppenköpfe. Zuletzt hatte die Borussia das Vorrundenfinale gewonnen, Arnoldsweiler war als höchstplatzierter Zweiter mit nach Aachen gereist. Dieser Modus wurde in diesem Jahr geändert. Nun qualifiziert sich der beste Verlierer aus den Vorrunden in Heinsberg und Düren.

Das gilt auch für die beiden Vorrunden-Gruppen in Aachen am 2. und 3. Januar. Geändert wurde hier zudem die Gruppeneinteilung. Nachdem in früheren Jahren an einem Tag die Teams aus Aachen-Land und Aachen-Stadt gegeneinander spielten, wurden diesmal im Lostopf alle Mannschaften aus dem Fußballkreis Aachen gemischt.

„Damit reagieren wir auf Bitten der Klubs, die sich auch einmal andere Gegner in der Vorrunde wünschten. Ein offener Dialog miteinander ist uns immer wichtig“, erläutert Klaus Pastor, der wie gewohnt unsere Zeitung, Medienpartner des Hallencups, bei der Auslosung repräsentierte. Und die „Losfee“ – in Gestalt von Sparkassen-Mitarbeiterin Heike Brech – war schuld daran, dass in Vorrundengruppe 1 am 2. Januar Alemannia und Hahn aufeinandertreffen. In der zweiten Gruppe duellieren sich – fast schon traditionell – die Eilendorfer Landesligisten SV und Arminia.

Erstmals nach Jahren der Abstinenz greift auch Ausrichter DJK FV Haaren wieder sportlich selbst ins Geschehen ein. Der starke Bezirksligist trifft auf Vorjahresfinalist Hertha Walheim und Rhenania Richterich, während es in der anderen Gruppe Westwacht Aachen aufgrund des neuen Modus‘ erstmals beim Hallencup diesmal mit den „Land“-Klubs VfL Vichttal und Alemannia Mariadorf zu tun bekommt.

„Es gibt bei der Öffentlichkeitsarbeit so‘ne und solche Termine. Das ist einer der Sorte so‘ne“, kommentierte Andreas Kreitz, Gebietsdirektor der Sparkasse, die seit 30 Jahren das Turnier der Frauen und seit 2010 auch den Hallencup der Männer unterstützt, lachend. „Meine Kollegin Heike Brech hat das als Glücksfee wieder sehr gut gemacht. Das werden ganz sicher spannende Spiele. Ich freue mich jedenfalls jetzt schon darauf.“

Und auch die Klubs dürfen sich freuen, denn insgesamt werden beim Hallencup wieder 10.000 Euro Preisgeld ausgeschüttet.

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