Aachen - Genk-Stürmer Istvan Bakx trainiert mit der Alemannia

Genk-Stürmer Istvan Bakx trainiert mit der Alemannia

Von: Roman Sobierajski
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Schmerzverzerrtes Gesicht: Manuel Junglas erlitt einen Kreuzbandriss und wird am Donnerstag operiert. Der 20-Jährige fällt für die Rückrunde aus. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. „Ich mache einen großen Ausfallschritt und will mich drehen, aber mein Knie hat den Richtungswechsel nicht mitgemacht. Es hat laut geknackt, und ich wusste in dem Moment, dass was kaputt ist”, hat Manuel Junglas den Augenblick kurz vor der Halbzeit im Spiel gegen den Karlsruher SC noch vor seinem inneren Auge.

„Aber dass es so schlimm werden würde, hatte ich nicht erwartet”, bewertet der 20-Jährige die ärztliche Diagnose, die Montagnachmittag feststand: Riss des vorderen Kreuzbandes, Schädigung des Innenbandes und des Meniskus. „Ich hatte mir gerade einen Stammplatz erkämpft, von dem ich nicht so leicht zu verdrängen war, und falle nun sechs Monate aus. Das ist bitter”, meint der Mittelfeldspieler, der noch bis 2011 in Aachen unter Vertrag steht.

„Auf gut Deutsch gesagt”, findet Alemannias Trainer Michael Krüger dafür ein Wort, dass sich hervorragend auf den Fluss „Neiße” reimt. „Das tut mir unendlich leid für Manuel. Wenn man dem vielleicht noch etwas Positives abgewinnen kann, dann ist es, dass er sich die schwere Verletzung so früh in der Saison zugezogen hat und die Vorbereitung für die kommende mitmachen kann.”

Auf eine besondere Qualität wird die Mannschaft nun bis zum Saisonende verzichten müssen: „Wir haben keinen anderen für diese Position, der so extrem aggressiv auftritt. Ich muss mir das zwar jetzt einen Tag durch den Kopf gehen lassen, aber aus der Not heraus werden gute Lösungen geboren”, übt sich der 55-Jährige in Berufs-Optimismus.

Auch Sportdirektor Erik Meijer hat sich nicht umgehend hingesetzt und die Stellenausschreibung für einen neuen Spieler auf der „Sechser”-Position verfasst. „Der Ausfall von Junglas ist ein Schlag ins Gesicht. Aber wir können Thorsten Burkhardt, Cristian Fiel, Kevin Kratz und vielleicht auch Aimen Demai auf der Position vor der Abwehr spielen lassen”, zählt der 40-Jährige auf. „Ich werde nicht in Hektik verfallen.”

Lückenreißer gesucht

Die Suche nach einem Lückenreißer für den Sturm geht unterdessen weiter. „Benny Auer ist gut mit dem Hintern zum Tor und knipst, Babacar Gueye ist sehr kreativ”, benennt Meijer den Ist-Bestand. „Wir brauchen jemanden, der schnell ist, den man bei Auswärtsspielen oder in den letzten 25 Minuten bringen kann. Schnelligkeit ist eine Waffe, das hat man bei Lewis Holtby gesehen.”

Die beiden Kölner Gastspieler Dominik Schwertel und Michael Gardawski, die mit der zweiten Mannschaft gegen Eindhoven gespielt haben, erfüllten nicht die Erwartungen. Der 20-jährige linksfüßige Stürmer Edvig Salihi vom schwedischen Zweitligisten Annelunds IF hat am Montag im Training der U23 seinen Einstand gegeben.

Aachens Sportdirektor hat noch ein anderes Eisen im Feuer. Im heutigen Spiel der zweiten Mannschaft gegen Eijsden und am Mittwoch gegen die Zweit-Vertretung von Bayer Leverkusen kann Istvan Bakx, ebenfalls Angreifer und Linksfuß, seine Qualitäten vorführen. Der Maastrichter steht bis Ende Juni 2012 beim Erstligisten KRC Genk unter Vertrag, soll aber abgegeben werden. „Wenn Bakx uns alle überzeugt und wir Wow sagen, kann er gerne bleiben”, meint Meijer.
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