Geht Demai, wird noch mehr Geld frei

Von: Klaus Schmidt
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Erste Kontaktaufnahme: Alemann
Erste Kontaktaufnahme: Alemannia-Manager Erik Meijer und Michael Thurk vor Aachens Gastspiel in Augsburg am 24. April. Foto: imago/MIS

Aachen. Die Personalie des Tages an der Krefelder Straße kam aus dem „Klömpchensklub”, und damit ist in diesem Fall nicht Alemannia Aachen gemeint, sondern das Restaurant hinter der Gegengeraden des Tivoli.

Ein neuer Koch stand am Herd, die Mannschaft des Zweitliga-Letzten kehrte gleich mal zum gemeinsamen Mittagessen ein. Klagen sind nicht überliefert, auch das Geschehen direkt nebenan im Fanshop nahm Manager Erik Meijer wohlwollend zur Kenntnis. „Mein erster Eindruck ist, dass die Leute drauf anspringen” - auf das Angebot des Vereins an die Dauerkartenbesitzer, für das nächste Spiel am Samstag (13 Uhr) gegen Fortuna Düsseldorf ein zusätzliches Ticket gratis zu erhalten. „Wir brauchen die Fans und ihre Unterstützung, gerade jetzt.”

„Das Paket muss passen”

Zeitnah zur Ankündigung von Cheftrainer Peter Hyballa in unserer Zeitung, mit Meijer über eine Verstärkung für den bislang ladegehemmten Angriff sprechen zu wollen, wurde das Thema bereits am Montag erörtert. „Ja, wir haben darüber gesprochen”, sagte Meijer, der eine Verpflichtung bis zum Ende der Transferfrist (31. August) nicht kategorisch vom Tisch wischte.

„Wir schauen, was möglich ist, was der Markt hergibt. Es muss uns sportlich nach vorne bringen und finanziell passen, das ganze Paket muss zum Klub passen.” Acht Gegentore beim Tabellenletzten der 2. Liga, „das kann passieren. Aber nur ein Tor erzielt, das ist ein bisschen dünn.”

Thurk und Asamoah schweigen

Kontaktaufnahmen zu den gehandelten Michael Thurk, 35, und Ex-Nationalspieler Gerald Asamoah, 32, wollte Meijer nicht bestätigen. Thurk, vom Bundesliga-Aufsteiger FC Augsburg mit einigen Begleitgeräuschen freigestellt, mochte sich am Montag auf Anfrage unserer Zeitung ebenso nicht zum Thema Alemannia äußern wie Asamoah (zuletzt von Schalke 04 an den FC St. Pauli ausgeliehen), der sich bei NRW-Ligist VfB Hüls unter Trainer Olaf Thon fithält.

Eine „finanzielle Hilfestellung” für das Engagement eines neuen Stürmers könnte laut Erik Meijer die Personalie Aimen Demai sein. Der 28-jährige Defensivspieler, gegen Ende der vergangenen Saison wegen allzu kritisch empfundener Äußerungen aussortiert und zur Amateurmannschaft delegiert, trainiert diese Woche zur Probe beim FC Metz (der ihn einst ausbildete). „Die wollen wissen, wie Aimen drauf ist”, sagt Meijer - und hätte nichts dagegen, wenn der französische Zweitligist und Demai wieder zusammenfänden.

Der noch bis Juni 2012 laufende Vertrag bei Alemannia gilt als einer der am höchsten dotierten. „Wenn wir Aimen von der Gehaltsliste runter hätten”, sagt der Manager, „wäre das eine erhebliche Erleichterung.” Aber nicht zwingend für einen offensiven Zugang.
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