Gallig und grellig zum Spitzenreiter

Von: Roman Sobierajski
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Grellig, gallig, giftig wie hier Cristian Fiel (links) und Manuel Junglas. Aachens Trainer erwartet in Bielefeld hohe Einsatzbereitschaft seiner Mannschaft. Foto: imago/Uwe Kraft

Aachen. Endgültig entschieden hatte sich Alemannia-Trainer Michael Krüger vor der Abfahrt zum Auswärtsspiel in Bielefeld noch nicht: Sollte er nun den herablassenden Spruch von der Arminia-Homepage „Aachen dümpelt freudlos im Mittelfeld der Tabelle herum” in der Spielerkabine aushängen, oder nicht?

Ganz sicher war sich der 55-Jährige jedoch, welchen Eindruck diese Motivationshilfe des kommenden Gegners auf ihn selbst gemacht hätte: „Wäre ich Spieler und das würde über mich gesagt, ich würde meinen Gegenspieler schon im Kabinengang umtreten.”

Doch auch ohne den gegnerischen Kader bereits vor dem Anpfiff zu dezimieren, sieht Krüger genügend Motivierendes für ein heißes Tänzchen beim aktuellen Tabellenführer der Zweiten Liga.

„Wir fahren nicht nach Bielefeld, um der Arminia einen netten Abend zu ermöglichen”, kündigte Michael Krüger an und listete auch auf, wie das Aachener Team den Ostwestfalen möglichst unangenehm begegnen will. „Wir müssen gallig und grellig bis in die Haarspitzen sein”, umriss Michael Krüger die Grundeinstellung für den Auftritt bei der Arminia, die in den letzten fünf Spielen der bisherigen Saison als Sieger den Platz verlassen hatte. Zudem wurde die Länderspielpause genutzt, um an den Defiziten zu feilen, die dazu geführt haben, „dass die aktuelle Situation durch die bisherige Punkteausbeute belastet ist.”

Die Knackpunkte: mangelnde Chancenverwertung, weitgehend harmlose Standards, Abstimmungsprobleme bei den Lauf- und Passwegen.

„Wir müssen vor dem Tor viel effektiver, viel kaltschnäuziger werden”, fordert der 55-Jährige von seiner Mannschaft und ließ sie Torschüsse in Drucksituationen üben, damit nicht wie beim überlegen geführten Cottbus-Spiel nachher nur Anerkennung zu ernten war, aber nicht der heiß ersehnte Dreier.

Bislang erst ein Treffer folgte für Alemannia Aachen auf eine Standardsituation - gemeinsam mit dem FSV Frankfurt belegen die Schwarz-Gelben mit dieser Ausbeute ligaweit den letzten Platz in der Statistik. Neue Varianten - auch über Babacar Gueye - sollen Abhilfe schaffen

Für das anstehende Auswärtsspiel kündigte „eine ähnliche Formation wie das gegen Cottbus praktizierte 4-2-3-1 an”, also wurde in den vergangenen Tagen erneut am Spiel in die Spitze gefeilt, an der Automatisierung der Lauf- und Passwege, dem größten Manko beim Auftritt bei Aufsteiger Fortuna Düsseldorf.

„Wir müssen Konstanz in die Leistung bekommen und zwar auf der Basis des Cottbus-Spiels. Drei Punkte aus diesem Spiel, das wäre auch für die Optik gut gewesen.” Grund zur Sorge biete die bisherige Ausbeute von zwei Punkten unter seiner Ägide nicht, meinte Aachens Trainer: „Wir wollen bis zur Winterpause so viele Punkte wie möglich sammeln. Aber die Entscheidungen fallen erst im letzten Drittel der Rückrunde.”
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