Aachen - Fuat Kilic: „Müssen eine stärkere Siegermentalität herauskitzeln“

Fuat Kilic: „Müssen eine stärkere Siegermentalität herauskitzeln“

Von: Christoph Pauli
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Ohne Berührungsangst: Fuat Kilic (links) nimmt bei Alemannia die Arbeit auf und lernt Jannik Löhden kennen. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Der neue Trainer stellt sich am Dienstagabend den Fanvertretern vor. „Es ist wichtig, dass wir als Verein wieder zusammenrücken“, sagt Alemannias Manager Alexander Klitzpera nach turbulenten Wochen. Fuat Kilic ist der Trainer, der für den nächsten Neuanfang steht.

Wie ist der erste Arbeitstag von Fuat Kilic verlaufen?

Bevor die Mannschaft auf den Platz gegangen ist, hat der Trainer sich und seine Ideen 45 Minuten lang vorgestellt.

Ging es dabei auch um die letzten Wochen?

Die Zeit vor ihm interessiere ihn nicht, sagt der neue Chefcoach. Er braucht keine Vergangenheit zu bewältigen, weil er keine bewältigenswerte Vergangenheit bei Alemannia hat. Gleichwohl könne er sich vorstellen, seinen Vorgänger Christian Benbennek anzurufen, um weitere sportliche Details einzusammeln.

Wie war sein erster Eindruck?

Er hat gleich davon gesprochen, dass der Funke übergesprungen sei. „Ich habe ein sehr engagiertes Team angetroffen, das mit Leidenschaft an die Sache herangegangen ist.“ Es fehlten auf dem Kunstrasen nur die kranken Felix Korb und Aimen Demai. Der künstliche Untergrund behagt dem Trainer nicht so. Derzeit werden natürliche Alternativen in der Region gesucht.

Die Mannschaft hat einen großen Zusammenhalt. Wie reagiert sie auf den Rauswurf von drei Stammspielern?

Die Pause haben die Spieler sicherlich genutzt, um sich ihre eigenen Gedanken zu machen, sagt der neue Trainer. „Wir dürfen aber nicht vergessen, dass wir alle Angestellte des Vereins sind, die auch Pflichten haben.“ Kilic sagt, dass er nicht den Eindruck habe, dass es Schwierigkeiten geben würde. „Wir fangen alle bei null an, jeder kann zeigen, wie er sich für diesen Verein einsetzt.“

Wird das Team noch ergänzt?

Ein neuer Torhüter soll auf jeden Fall noch kommen. Philip Sprint bekommt nach der Suspendierung von Frederic Löhe seine Chance, rückt aber nicht automatisch auf die Startnummer 1 vor.

Kommt nach Peter Hackenbergs Rauswurf ein neuer Abwehrchef?

Kilic sieht die Dinge ein bisschen anders. „Ich sehe nicht, dass er der klare Abwehrchef war.“ Generell hat der Trainer den Eindruck, dass man die Ausfälle auffangen könne. Dennoch geht die Suche „nach einem anderen Stürmertyp“ weiter, sagt Manager Klitzpera. Vielleicht gebe es in Zeiten der angespannten Kassenlage „clevere Lösungen“, um einen Angreifer nach Aachen zu lotsen.

Welcher Fußball schwebt Kilic vor?

Er strebt eine dominante Spielweise an. Das Team soll Selbstbewusstsein ausstrahlen, den Gegner jagen, es soll eine Gruppe von „Draufgängern“ werden. Das intensive Spiel setzt entsprechende Kondition voraus, die jetzt erarbeitet wird. „Wir werden Zeit brauchen, da steckt viel Arbeit hinter.“

Wie beschreibt Kilic sich selbst?

Er ist ein kommunikativer Mensch, der seine Zuhörer überzeugt. „Ich habe das Gefühl, dass ich eine natürliche Autorität habe.“ Kilic sagt, er sei ein hilfsbereiter Kumpel. „Das Wichtigste für mich ist, dass wir uns auf und neben dem Platz vertrauen.“ Er wolle die Einstellung und die Leidenschaft für den Beruf vorleben. „Ich hoffe, dass das Herzblut auch andere erreicht.“

Was fehlt der Mannschaft?

Sie ist harmlos in der Fremde unterwegs, offensiv nicht sonderlich effektiv. Zudem hat sie noch keinen Rückstand umbiegen können. „Wir müssen eine stärkere Siegermentalität herauskitzeln. Dann kann Alemannia definitiv die Überraschungsmannschaft der Rückrunde werden.“

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