Fristsetzung bis Rosenmontag: DFB droht Alemannia mit Punktabzug

Von: Christoph Pauli
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Alemannia muss zeitnah dem Verband Liquidität nachweisen. Foto: imago/osnapix

Aachen. Alemannias Kampf ist auch mit Spielschluss am Freitagabend nicht beendet. Der DFB verlangt ultimativ bis Rosenmontag den Nachweis, dass die Liquidität ausreicht, um die Saison zu Ende zu spielen. Ansonsten ist der Rosenmontag eher ein Aschermittwoch.

Eine erneute Fristverlängerung lehnten die Fußball-Gesetzeshüter aus Frankfurt ab. Im Januar hatte Alemannia noch eine Verschiebung erwirken können, als alle Kräfte für das Benefizspiel gegen den FC Bayern gebündelt wurden.

Der DFB droht mit dem Abzug von mehreren Punkten – orientiert an der tatsächlich offenstehenden Summe. Im Dezember wurde der Fehlbetrag noch auf zwei Millionen Euro beziffert, aktuell liege er bei 1,2 Millionen Euro, so Klubsprecher Holger Voskuhl. Tendenz deutlich fallend. „Wir arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung, gehen davon aus, dass wir es bis Montag schaffen.“

Wenig Verständnis für die närrische Fristsetzung hat Sachwalter Rolf-Dieter Mönning. „Wir werden angesichts der positiven Entwicklung keinen Abzug akzeptieren. Der Verein ist auf dem Weg, die Lücke kurzfristig schließen zu können.“ Der Jurist forderte, dass „Punkte auf dem Rasen und nicht auf dem grünen Tisch“ vergeben werden sollten. „Eine Bestrafung wäre ein Katastrophe für das Team, das sich mit aller Kraft gegen den Abstieg stemmt“, urteilt auch Manager Uwe Scherr.

Voskuhl weist darauf hin, dass der DFB gerade erst sportlich in die Vereinsgeschicke eingegriffen hat. Trotz der eklatanten Verletzenmisere sei ein Spielertransfer im Januar untersagt worden, „obwohl das den Verein nicht einen Cent gekostet hätte“.

Ohnehin droht dem insolventen Klub noch weiteres Ungemach aus Frankfurt. Der Kontrollausschuss ermittelt, ob es gravierende Verstöße im Lizenzierungsverfahren gegeben hat. Auch hier droht der jungen Mannschaft ein Punktabzug.

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