Köln - Erste Pokal-Hürde genommen: Alemannia sorgt für Torfestival

Erste Pokal-Hürde genommen: Alemannia sorgt für Torfestival

Von: Benjamin Jansen
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Steuert gleich drei Treffer zum 6:2-Pokalsieg der Alemannia bei: Daniel Hammel (rechts). Foto: Jérôme Gras

Köln. Der Arbeitsauftrag war klar formuliert. Einen „selbstbewussten, seriösen Auftritt“ hatte Fuat Kilic in der ersten Runde des Mittelrhein-Pokals von seiner Mannschaft gefordert. Nach getaner Arbeit sagte Alemannia Aachens Trainer: „Ich kann keinem Spieler einen Vorwurf machen.“

Das war auch schwer möglich: Mit 6:2 hatte sich der Regionalligist beim Landesligisten SC Borussia Lindenthal-Hohenlind durchgesetzt – und Kilic ergänzte zufrieden: „Das war eine sehr gute, mannschaftlich geschlossene Leistung.“

Sekunden vor dem Anpfiff hatte der Geschäftsführer der Kölner eine ambitionierte Prognose abgegeben. „Erst gehen wir in die Verlängerung, dann ins Elfmeterschießen“, sagte Michael Zeitmann mit einem Schmunzeln. Es sollte ein frommer Wunsch bleiben, obwohl Kilic erwartungsgemäß die Rotationsmaschine angeworfen hatte: Neun neue Spieler fanden sich im Vergleich zum Spiel in Bonn in der Startelf der Alemannia wieder (Depta, Bösing, Lippold, Konate Lueken, Suzuki, Hammel, Nebi, Fiedler, Mickels).

An der Rollenverteilung änderte das nichts, die Aachener drückten auf dem Kunstrasenplatz der Westkampfbahn von der ersten Minute an aufs Tempo und setzten die Gastgeber mit aggressivem Pressing unter Druck.

Es passte ins Drehbuch, dass das Spiel früh in die richtige Bahnen gelenkt wurde – unter tatkräftiger Mithilfe des Kölner Schlussmanns: Vier Minuten waren gespielt, als Christopher Jüttemeier einen Freistoß von Tobias Lippold – aus rund 30 Metern – durch die Arme rutschen ließ.

Auch nach dem Führungstreffer ließ die Kilic-Elf nicht locker. Der agile Arda Nebi stellte die Hintermannschaft der Borussia immer wieder vor Probleme, eine seiner Hereingaben vollendete Daniel Hammel zum 2:0 (17.). Während Ryo Suzuki den dritten Treffer verpasste (31.), betrieb der zuletzt in Vergessenheit geratene Angreifer weiter Werbung in eigener Sache: Hammel erhöhte nach Vorarbeit des starken Lippold auf 3:0 (33.).

Für den zweiten Durchgang brachte Kilic den wiedergenesenen Tobias Mohr, der vor dem Spiel gegen RW Essen am Sonntag noch einmal Spielpraxis sammeln sollte. Mark Depta, der zwischen die Pfosten zurückgekehrt war, erhielt an diesem Abend kaum Chancen sich auszuzeichnen, da seine Vorderleute souverän verteidigten und die Kölner nur bis zum Sechzehner gefällig kombinierten. Das galt auch für die Aachener, die sich im Abschluss eiskalt präsentierten: Hammel legte seinen dritten Treffer nach (51.), Lippold erhöhte erneut per Freistoß auf 5:0 (54.).

Der nächste Treffer wurde lautstark bejubelt, er ging auf das Konto der Gastgeber: Christopher Adamczyk betrieb vor 800 Zuschauern Ergebniskosmetik (63.). Die Erstrundenbegegnung wurde endgültig zum torreichen Fußballfest: Joy Slayd Mickels trug sich ebenfalls in die Torschützenliste ein (71.), kurz vor dem Schlusspfiff markierte Jeff Reichling den 6:2-Endstand.

Auftrag erfüllt – oder wie Kilic es formulierte: „Es war wichtig, dass die Jungs die nötige Ernsthaftigkeit an den Tag gelegt haben. Wir müssen nur die Gegentore besser verteidigen.“

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