Erinnerung an ein furchtbares Hinspiel

Von: Christoph Pauli
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Richtung stimmt: Das Team von Peter Schubert hat sich in den letzten Wochen stabilisiert. Foto: Ratajczak

Aachen. Keine sechs Wochen ist es her, als der ohnehin knappe Vorrat an guter Laune am Tivoli aufgebraucht schien. 1:3 endete der Aufgalopp 2014 gegen Fortuna Köln, der nächste Abstiegskampf war zum Greifen nah. Seitdem hat sich das Blatt eindrucksvoll gewendet.

In den folgenden fünf Spielen mit der Neuverpflichtung Marcus Hoffmann blieb Aachen ungeschlagen, ist drittbestes Team der Rückrunde. Die Mannschaft entwickelt sich, schon die Qualität der Trainingsspiele hat sich verbessert.

„Vor Monaten fielen da häufig noch viele Treffer, inzwischen gehen die Spiele knapper aus“, beobachtet Trainer Peter Schubert. Der Konkurrenzkampf hat sich verschärft, alle Profis sind an Bord. Aimen Demai kann erstmals nach seiner Vertragsunterzeichnung Ende Januar mit seinem neuen Team trainieren. Langsam soll der erfahrene Defensivspieler nach 18-monatiger Pause wieder intensiver belastet werden. Einen Schritt weiter ist bereits Kris Thackray, der beschwerdefrei die ersten Spielminuten bei der Reserve absolviert hat.

Die anstehende Herausforderung gegen Mönchengladbach II kommt für beide Abwehrspieler noch zu früh. Keinen Platz im Kader findet erneut Abedin Krasniqi, der als prominentester Neuzugang im Sommer begrüßt wurde. Der Torjäger a.D. hat sich sportlich noch nicht richtig eingelebt. „Es ist eine ungewohnte und keine leichte Situation für ihn. Wir müssen schauen, dass wir einen gemeinsamen Weg finden, wie wir aus dieser Situation herauskommen“, sagt sein Trainer. „Ich bin weit davon entfernt, die Geduld mit ihm zu verlieren.“

Vor dem Spiel gegen Mönchengladbachs Zweitvertretung (ab 14 Uhr im FuPa-Liveticker) werden Erinnerungen an ein finsteres Hinspiel wach. Dieses unerwartete 0:5 gehört neben dem Spiel in Siegen und dem Pokal-Aus bei Inde Hahn zu den sportlichen Tiefpunkten in dieser Saison. Das Team fiel in der Schlussphase auseinander wie eine morsche Bretterbude. „Wir haben kollektiv versagt.“

Niederlagen gegen Borussia Mönchengladbach sind ohnehin schon Tiefschläge, aber das Debakel gegen die Zweitbesetzung des Bundesligisten war schmerzhaft wie ein Leberhaken. Inzwischen hat sich die Lage stabilisiert. Alemannia entfernt sich kontinuierlich von den fünf Abstiegsrängen. Die Gegner von heute sind auch tabellarische Nachbarn. Beide haben bislang 33 Punkte eingesammelt. Aachen hat 29 Tore geschossen und 33 kassiert, Gladbach hat es umgekehrt gehalten. Aachen hat aktuell eine gute Welle erwischt, „aber wenn wir nur um ein paar Prozent nachlassen, gibt es wieder was auf den Deckel“, warnt Schubert, der vermutlich den gesperrten Neppe durch Opper ersetzen wird. Geleitet wird die Partie von der Fifa-Schiedsrichterin Marija Kurtes. Die 27-Jährige studiert Sportmanagement und Psychologie – gute Voraussetzungen für ihre Aufgabe.

Mögliche Aufstellung: Löhe - Schumacher, Hackenberg, Hoffmann, Stevens -Garcia, Opper, Lejan, Dowidat - Marquet, Duspara

Schiedsrichterin: Marija Kurtes (Düsseldorf)

Bilanz: 1 Spiel/1 Niederlage/0:5 Tore

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